19.01.2009

Dickdarmkrebs

Risikofaktoren

Vier von fünf Dickdarmtumoren treten erst im hohen Alter bei Personen ohne Hinweise auf ein besonderes Risiko auf. Manche Wissenschaftler vermuten, dass eine ballaststoffarme und fettreiche Ernährung die Entwicklung von Darmkrebs begünstigt, doch die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Krebs sind noch nicht vollständig aufgeklärt. Personen ohne besondere Risikofaktoren sind meist weit über 60 Jahre, wenn Dickdarmkrebs gefunden wird. Wenn ein Patient jünger erkrankt, dann sind üblicherweise Besonderheiten im Spiel. Eine erhöhtes Risiko für ein kolorektales Karzinom haben Personen, die an einer langjährigen entzündlichen Darmerkrankung wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa leiden, bei denen bereits ein oder mehrere Dickdarmpolypen entfernt wurden oder die enge Verwandte haben, bei denen bereits früher Adenome oder Darmkrebs gefunden wurden.

Besonders stark erhöht ist das Risiko bei zwei Erbkrankheiten. Die eine heißt hereditäres nicht-polypöses Krebssyndrom (HNPCC), die andere familiäre adenomatöse Polyposis (FAP); sie sind zusammen für etwa ein Viertel der gehäuft in Familien auftretenden Darmkrebsfälle verantwortlich. Ursache für die erhöhte Anfälligkeit sind Veränderungen in verschiedenen Genen, die das Wachstum von Darmschleimhaut regeln, und die von Eltern auf die Kinder vererbt werden können.

Wenn es Hinweise auf ein deutlich erhöhtes familiäres Risiko gibt, kommen unter Umständen spezielle Tests (siehe Abschnitt „Genetische Tests“ unter „Darmkrebs“) und individuelle Früherkennungsstrategien infrage, die mit dem Arzt besprochen werden sollten. Die Aussagen bei "Früherkennung im Test" beziehen sich nur auf Männer und Frauen mit durchschnittlichem Darmkrebsrisiko.

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