19.01.2009
Testüberblick
Es gibt eine Reihe von Untersuchungsmethoden der Brust, von denen die meisten nur zur Diagnose und Abklärung eines Verdachts eingesetzt werden, wenn eine Frau Beschwerden hat, also beispielsweise einen Knoten in der Brust ertastet hat. Zur Früherkennung von Brustkrebs kommen nur Methoden infrage, die bei Frauen ohne besonderes Krebsrisiko oder konkrete Beschwerden Tumore mit guter Treffsicherheit und mit einer positiven Bilanz von Nutzen und Risiken finden können. Entscheidendes Ziel aller zur Früherkennung von Brustkrebs eingesetzten Verfahren ist es, das Risiko an Brustkrebs zu sterben zu verringern. Die Auswertung der internationalen Literatur hat insgesamt sieben Methoden herausgefunden, die zumindest ansatzweise zur Früherkennung von Brustkrebs erprobt sind. Dies sind:
Röntgenuntersuchungen
Tastuntersuchungen
Weitere Verfahren
Bei den Mammografien – den Untersuchungen mit Röntgenstrahlen – unterscheiden sich die Ergebnisse je nach eingesetzter Technik für die Abbildung. Insgesamt wird die herkömmliche Film-Mammografie für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren als „geeignet“ bewertet, bei Frauen zwischen 40 und 49 Jahren ist die Film-Mammografie nur mit Einschränkung geeignet. Da die digitale Mammografie nicht so gut erprobt ist wie die Film-Mammographie, wird sie für Frauen zwischen 40 und 69 Jahren als „mit Einschränkung geeignet“ bewertet. Neuere computergestützte Verfahren zur Auswertung von Röntgenbildern sowie die Tastuntersuchung durch einen Arzt erhalten die Bewertung „wenig geeignet“.
Die Brustselbstuntersuchung, die Bestimmung der Tumormarker CA 15-3 und CEA im Blut sowie die Ultraschalluntersuchung der Brust sind zur Früherkennung nicht geeignet.
Für eine kleine Gruppe von Frauen, bei denen Krebserkrankungen in der engen Verwandtschaft ein erhöhtes Risiko andeuten, können genetische Tests sinnvoll sein, um die Gefährdung abschätzen zu können.
