In-Situ-Karzinome
Eine besondere Gewebeveränderung sind die so genannten nicht-invasiven Karzinome. Hier sind zwar Zellen entstanden, die Tumorzellen gleichen, allerdings befinden sie sich im Inneren eines Drüsengangs und sind nicht in das umliegende Bindegewebe eingewandert. Wenn sich solche Zellansammlungen in den Drüsenläppchen befinden, heißen sie lobuläre In-Situ-Karzinome (lobuläres Carcinoma in-situ, LCIS). Diese Gewebeveränderung wird meist nur zufällig bei Untersuchungen von Brustgewebe gefunden.
Das ist bei Veränderungen in den Milchgängen anders: Solche duktalen In-situ-Karzinome (duktales Carcinoma in-situ, DCIS) werden relativ häufig gefunden, weil sie in den Milchgängen feine Kalkspuren ablagern, die auf Röntgenbildern der Brust oft gut zu erkennen sind. In Früherkennungsprogrammen ist etwa eine von fünf „Brustkrebs-Diagnosen“ solch ein In-Situ-Karzinom. Diese Art der Gewebeveränderung trägt zwar den Namen Karzinom, also Krebs, allerdings sind sich Experten uneinig, wie gefährlich sie ist. Manche Ärzte halten sie für ein Vorstadium eines invasiven Karzinoms, das aggressiv behandelt werden sollte, andere glauben, dass viele In-situ-Karzinome harmlos sind und sich nie zu einem sichtbaren Krebs entwickeln.
