19.01.2009
Behandlung
Die Standardbehandlung für Frauen mit Brustkrebs ist eine Operation, bei der der Tumorknoten mitsamt einem Saum umliegenden Gewebes entfernt wird. Meist kann die Brust auf diese Weise erhalten bleiben. Oft werden auch Lymphknoten aus der Achselhöhle entnommen, um eventuelle Tochtergeschwülste zu entdecken. Von der Größe des Tumors, der Beurteilung der Gewebeprobe und vom Alter der Frau hängt die weitere Therapie ab. Üblich ist, dass die betroffene Brust nach der Operation bestrahlt wird, um das Risiko eines örtlichen Rückfalls zu verringern. Fast allen Frauen wird darüber hinaus eine zusätzliche Chemo- oder Hormontherapie angeboten, um das Risiko eines Rückfalls weiter zu senken und eventuell bereits gestreute Krebszellen am Wachstum zu hindern.
Obwohl duktale In-situ-Karzinome eine wesentlich weniger gefährliche Gewebeveränderung darstellen als ein invasiver Krebs (siehe auch unter „Wie entsteht und wächst der Krebs?“), ist die Operation hierbei aggressiver: Weil sich die Zellen über einen ausgedehnten Bereich des Drüsensystems verteilt haben können, sind Brustamputationen (Mastektomien) häufiger als bei invasiven Tumoren.
Mit den Therapien sind die üblichen Risiken und unerwünschten Wirkungen verbunden. Nach Operationen kann es zu Blutungen und Infektionen kommen, manche Frauen leiden nach der Entfernung von Lymphknoten an Lymphschwellungen im betroffenen Arm. Allgemeine Risiken von Operationen, Bestrahlungen und Chemotherapie werden im Abschnitt „Therapien“ erläutert.
Eine Hormontherapie will die Wirkung des Östrogens hemmen oder komplett ausschalten. Die Medikamente können deshalb Folgen haben, die starken Wechseljahrsbeschwerden gleichen, etwa Hitzewallungen und Scheidentrockenheit, hinzu kommt ein beschleunigter Verlust der Knochendichte (Osteoporose).
