Tickets für die WM 2006: Schnell in die Warteschlange
01.11.2005
Das Spiel um WM-Tickets ist noch nicht verloren. Wer in der ersten und zweiten Phase der Verlosung kein Ticket bekommen oder es erst gar nicht probiert hat, kann ab morgen, 2. November, um 12 Uhr erneut um eine Karte mitspielen. Allerdings wartet als Gewinn kein Ticket, sondern zunächst nur ein Platz in der Warteschlange. Fans sollten sich beeilen. Die Plätze in der Warteschlange sind begrenzt. Deshalb gilt: Am besten gleich morgen um 12 Uhr ran an den Rechner.
Fiktive Tickets
Die Karten, für die sich Fans ab morgen bewerben, sind eigentlich schon vergeben. Das Organisationskommitee (OK) der WM erwartet allerdings, dass einige Nationalverbände, Sponsoren oder anderen Gruppen zwischen 200 000 und 300 000 Tickets zurückgeben. Das OK verteilt in etwa so viele Plätze in der Warteschlange wie es Tickets aus den Rückläufen erwartet. Ob die Schlangen noch offen sind, zeigt auf der Anmeldehomepage eine Ampel. Um zwölf Uhr morgen mittag schalten alle auf grün. Sobald die Warteschlangen voll sind, sehen Fans rot.
Prinzip Hoffnung
Das Prinzip der ersten Verlosungsphase: Bewerber konnten für sich und drei weitere Freunde und Bekannte bis zu sieben Spiele in einer bestimmten Preiskategorie bestellen. Jeder konnte sich also Spieltag und -ort aussuchen. Dieses Prinzip gilt auch bei der akutellen Verlosung. Unterschied allerdings: Wer bei der Verlosung gewinnt, hat zunächst nur den Platz in der Warteschlange. Und im Gegensatz zur ersten Verlosungsphase besteht der Gewinn aus nur einem einzigen Spiel. Der Gewinner einer Karte verschwindet aus den übrigen Warteschlangen.
Verlierer stehen vorne
Wer einen Platz in der Warteschlange gewonnen hat, rückt pro zurückgegebenem Ticket einen Platz vor. Kommt ein Gewinner auf Platz Eins der Schlange an und es wird erneut ein Ticket zurückgegeben, ist er am Zug. Ehemalige Verlierer sind im Vorteil: Wer bei den ersten Verlosungsphasen gescheitert ist, steht in der Warteschlange automatisch weiter vorne.
Fünf Euro für nichts
Zahlen müssen Fußballfans sofort: Das OK verlangt schon bei der Anmeldung den Preis für das Ticket. Und das kann viel Geld sein: Da zum jetzigen Zeitpunkt nicht klar ist, welches Spiel Fans gewinnen, müssen sie den Preis für das teuerste Ticket aus den von ihnen angegebenen Spielen bezahlen. Das sind zum Beispiel bei einem Halbfinale pro Person 150 Euro. Ob sich die Vorkasse gelohnt hat, erfahren Fans ab Februar 2006. Dann gehts los mit der Vergabe. Wer kein Ticket bekommt, kriegt sein Geld zurück - bis auf fünf Euro. Die behält das OK als Gebühr.
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