Reisekasse: Von Land zu Land
Ob Kurzurlaub in Europa oder wochenlange Fernreise – die Mischung aus Bargeld, Maestro- und Kreditkarte ist für die Urlaubskasse immer richtig.
Die meisten Deutschen, die 2004 eine Auslandsreise machen, peilen ein europäisches Ziel an: Spanien, Italien, Österreich, Griechenland und die Türkei stehen oben auf der Wunschliste. Das berichtet Horst W. Opaschowski vom BAT Freizeitforschungsinstitut in seiner Tourismusanalyse 2004. Diejenigen, die über Europa hinaus verreisen wollen, fliegen in die USA oder die Karibik, nach Kanada oder auch nach Ägypten.
Eines gilt für alle diese Länder: Urlauber sollten sich nicht nur auf ein Zahlungsmittel verlassen, sondern neben Bargeld auch ihr Plastikgeld mitnehmen. Am besten sie nehmen nur so viel Bargeld mit, wie sie für die ersten Stunden im Gastland benötigen. Weiteres Bargeld tauschen sie dann in den meisten Fällen am Urlaubsort günstiger als zu Hause. Die Ausnahmen stehen in der Grafik und in der Tabelle.
Plastikkarten müssen mit
Unverzichtbar ist die weltweit einsetzbare Maestro-Karte (ehemalige ec-Karte). Ihre Besitzer können damit an über 900 000 Geldautomaten in der ganzen Welt Bargeld ziehen.
Das ist in den vergangenen Jahren allerdings immer teurer geworden. Die Banken verlangen meist 1 Prozent vom abgehobenen Betrag, häufig mindestens 4 Euro. Damit ist die Maestro-Karte am Geldautomaten oft kaum noch günstiger als die Kreditkarte.
Die günstigste Variante im Urlaub weltweit an Bargeld zu kommen, ist die Postbank Sparcard. Viermal im Jahr bekommt ihr Besitzer an gut 840 000 Automaten mit Visa- und mit Plus-Zeichen kostenlos Bargeld. Das sind fast so viele Automaten wie für die Maestro-Karte. Zum Bezahlen eignen sich die Kreditkarten von Visa, Mastercard, Diners oder American Express. Sie werden häufiger akzeptiert als die Maestro-Karte. Diese nehmen weltweit aber auch schon zehn Millionen Restaurants, Geschäfte oder Hotels an.
Reiseschecks zur Sicherheit
Für Fernreisen und exotische Individualreisen sind zusätzlich Reiseschecks von American Express oder Travelex geeignet. Viele Banken verkaufen sie nur noch an die eigenen Kunden. Die Reisebank zum Beispiel bedient jedermann.
Die Schecks kosten meist 1 Prozent, oft schon 1,5 Prozent vom Betrag. Der Kunde sollte darauf achten, wie hoch die Mindestgebühr ist, die Schecks in kleinen Mengen sehr teuer macht.
Vor Ort kann er die Reiseschecks in Bares tauschen. Damit das ohne Probleme geht, erkundigt er sich besser schon zu Hause, wo das im Feriengebiet möglich ist.
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Tabelle: Übersicht Europa
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