Sojaprodukte: „Sojadrinks sind unbedenklich“
Soja ist reich an Isoflavonen. Die Phytohormone wirken leicht östrogen.
Können Isoflavone in Sojalebensmitteln schaden?
In Sojalebensmitteln wie Sojadrinks und Tofu sind Isoflavone unbedenklich. Sie sind dort in die komplexe Lebensmittelmatrix eingebunden. Zudem enthalten die Produkte viele andere sekundäre Pflanzenstoffe, die heute positiv beurteilt werden und einen Beitrag zur ausgewogenen Ernährung liefern können.
Können Sojalebensmittel die Wechseljahre erleichtern?
Einige Studien beschreiben, dass manche Frauen in den Wechseljahren Beschwerden wie Hitzewallungen mit Sojalebensmitteln lindern konnten. Andere Studien zeigen keine Wirkung. Wer probieren möchte, ob Sojalebensmittel ihm persönlich helfen, sollte sie in den Speiseplan aufnehmen. Man kann damit nichts falsch machen.
Sie warnen vor Präparaten aus Soja- und Rotkleeextrakten für Frauen in den Wechseljahren. Warum?
Die Hauptzielgruppe für diese isoflavonhaltigen Präparate ist auch die Hauptrisikogruppe. Es ist nicht auszuschließen, dass Isoflavone in isolierter Form und hoher Dosierung – anders als im natürlichen Lebensmittelverbund – auch Nebenwirkungen haben können. Eine Befürchtung ist, dass die Präparate das Brustkrebsrisiko erhöhen könnten. Das ist bisher nicht gezeigt, aber aufgrund der schwachen Hormonwirkung der Isoflavone auch nicht auszuschließen. Brustkrebspatientinnen sollten von den Präparaten deshalb unbedingt Abstand nehmen.
Sind Sojadrinks gut für Kinder?
Ein Glas eines kalziumangereicherten Sojadrinks kann Kindern helfen, den täglichen Kalziumbedarf zu decken – sofern sie Milch wegen einer Milchzuckerintoleranz nicht vertragen. Mehr sollte es aber nicht sein, da die Drinks nicht auf die Bedürfnisse kleiner Kinder abgestimmt sind. Bei allergiegefährdeten Kindern sind Sojalebensmittel nicht empfehlenswert, da auch Sojaeiweiß Allergene enthält.
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