28.12.2010

Sekt und Champagner: Edel anstoßen ab 12 Euro

Ausgewählt, geprüft, bewertet

Im Test: 15 Champagner, darunter ein Bio-Champagner, und 7 Sekte aus traditioneller Flaschengärung. Einkauf der Prüf­muster: Juni bis August 2010. Alle Ergeb­nisse und Bewertungen beziehen sich auf Proben mit der angegebenen Loskenn­zeichnung. Preise: Anbieterbefragung im November 2010.

Sensorische Beur­teilung

In Anlehnung an das Schema der amtlichen Qualitäts­schaum­weinprüfung prüften sechs geschulte Prüf­personen Aussehen, Geruch und Geschmack der auf 10 Grad Celsius gekühlten Produkte. Die Prüf­personen beschrieben hierbei insbesondere Frische beziehungs­weise Reife, Süße- und Säureein­druck, Fruchtig­keit, Würzig­keit, Mousseux, Körper und Komplexität. Jede Prüf­person verkostete die anonymisierten Proben unter den gleichen Bedingungen. Aus den Einzel­ergeb­nissen wurde ein Konsens erarbeitet. Fest­gestellte Fehler einer­seits und besondere Komplexität sowie besonderer Körperreichtum anderer­seits bestimmten die Note. Die Essens­empfehlungen entstammen dem Kreis der Prüf­personen und haben subjektiven Charakter.

Schad­stoffe

Wir prüften in Anlehnung an die Methoden der Interna­tionalen Organisation für Rebe und Wein (OIV): Kupfer, Blei, Kadmium und Arsen mittels Atom­absorptions­spektrometrie, Cyanid fotome­trisch nach Destillation, biogene Amine per HPLC nach Derivatisierung. Pestizide prüften wir per LC-MS nach Extraktion.

Deklaration

Wir über­prüften die Deklaration gemäß allen lebens­mittel­recht­lichen Kenn­zeichnungs­vorschriften auf Voll­ständig­keit und Richtig­keit. Wir bewerteten darüber hinaus Rebsorten­angaben, Aufbewahrungs­bedingungen, Datums­angaben (Degorgierdatum) sowie die Über­sicht­lich­keit und Lesbarkeit, die von drei Experten geprüft wurde.

Weitere Unter­suchungen

Wir prüften in Anlehnung an die Methoden der OIV: pH-Wert, Dichte, Ethanol, Glukose, Fruktose, Saccharose, Glyzerin, Gesamt­trocken­extrakt, Gesamt­säure, Wein-, Äpfel-, Milch- und Zitronensäure, flüchtige Säure, CO2-Über­druck, Methanol, höhere Alkohole, Acetaldehyd, Chlorid, Sulfat, Nitrat, Phosphat, Natrium, freie und gesamte schwef­lige Säure, Milchsäurebakterien, Hefen und Schimmelpilze. Mittels Isotopen­analyse prüften wir die geografische Herkunft, auf unerlaubte Wässerung und auf Fremdkohlensäure.

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