Ausgewählt, geprüft, bewertet
Im Test: 15 Champagner, darunter ein Bio-Champagner, und 7 Sekte aus traditioneller Flaschengärung. Einkauf der Prüfmuster: Juni bis August 2010. Alle Ergebnisse und Bewertungen beziehen sich auf Proben mit der angegebenen Loskennzeichnung. Preise: Anbieterbefragung im November 2010.
Sensorische Beurteilung
In Anlehnung an das Schema der amtlichen Qualitätsschaumweinprüfung prüften sechs geschulte Prüfpersonen Aussehen, Geruch und Geschmack der auf 10 Grad Celsius gekühlten Produkte. Die Prüfpersonen beschrieben hierbei insbesondere Frische beziehungsweise Reife, Süße- und Säureeindruck, Fruchtigkeit, Würzigkeit, Mousseux, Körper und Komplexität. Jede Prüfperson verkostete die anonymisierten Proben unter den gleichen Bedingungen. Aus den Einzelergebnissen wurde ein Konsens erarbeitet. Festgestellte Fehler einerseits und besondere Komplexität sowie besonderer Körperreichtum andererseits bestimmten die Note. Die Essensempfehlungen entstammen dem Kreis der Prüfpersonen und haben subjektiven Charakter.
Schadstoffe
Wir prüften in Anlehnung an die Methoden der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV): Kupfer, Blei, Kadmium und Arsen mittels Atomabsorptionsspektrometrie, Cyanid fotometrisch nach Destillation, biogene Amine per HPLC nach Derivatisierung. Pestizide prüften wir per LC-MS nach Extraktion.
Deklaration
Wir überprüften die Deklaration gemäß allen lebensmittelrechtlichen Kennzeichnungsvorschriften auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Wir bewerteten darüber hinaus Rebsortenangaben, Aufbewahrungsbedingungen, Datumsangaben (Degorgierdatum) sowie die Übersichtlichkeit und Lesbarkeit, die von drei Experten geprüft wurde.
Weitere Untersuchungen
Wir prüften in Anlehnung an die Methoden der OIV: pH-Wert, Dichte, Ethanol, Glukose, Fruktose, Saccharose, Glyzerin, Gesamttrockenextrakt, Gesamtsäure, Wein-, Äpfel-, Milch- und Zitronensäure, flüchtige Säure, CO2-Überdruck, Methanol, höhere Alkohole, Acetaldehyd, Chlorid, Sulfat, Nitrat, Phosphat, Natrium, freie und gesamte schweflige Säure, Milchsäurebakterien, Hefen und Schimmelpilze. Mittels Isotopenanalyse prüften wir die geografische Herkunft, auf unerlaubte Wässerung und auf Fremdkohlensäure.
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