Kartoffelpüree: Ausgewählt, geprüft, bewertet

test 03/2006

Kartoffelpüree

Im Test: 26 Kartoffelpürees, davon 4 Bio-Produkte. Ein Produkt wird nur in der Schweiz angeboten.
Einkauf der Prüfmuster: Oktober 2005.
Alle Ergebnisse und Bewertungen beziehen sich auf Proben mit dem angegebenen Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD).
Preise: Anbieterbefragung im Dezember 05 und Januar 06.

Abwertungen

Das test-Qualitätsurteil konnte maximal eine halbe Note besser sein als die sensorische Fehlerfreiheit. Bei „mangelhafter“ chemischer Qualität lautete auch das test-Qualitätsurteil „mangelhaft“. Bei „mangelhaftem“ Deklarationsurteil konnte das test-Qualitätsurteil maximal eine Stufe besser sein.

Sensorische Fehlerfreiheit: 50%

Drei sensorisch qualifizierte Experten prüften zunächst Aussehen, Geruch und Geschmack der nicht zubereiteten Instantprodukte. Für die Prüfung im verzehrfertigen Zustand wurden die Produkte gemäß allen auf der Packung empfohlenen Zubereitungsanleitungen – im Kochtopf und gegebenenfalls auch in der Mikrowelle, unter Zusatz von Wasser und Milch oder gegebenenfalls nur mit Wasser – zubereitet. Eine Zugabe von Butter erfolgte nur, wenn dies nicht als Serviervorschlag, sondern obligatorisch angegeben war. Sämtliche Produkte wurden in Aussehen, Textur, Geruch, Geschmack, Mundgefühl und Nachgeschmack geprüft. Jeder Prüfer erhielt die Proben anonym und unter gleichen Bedingungen. Im Anschluss an die Einzelprüfungen wurden die Beschreibungen aller Prüfer zu einem Konsens zusammengeführt. Dabei erfolgte eine qualitative und quantitative Beurteilung der Produktfehler. Auffällige Produkte wurden mehrmals verkostet.

Chemische Qualität: 15%

In Anlehnung beziehungsweise gemäß Methoden der Amtlichen Sammlung von Untersuchungsverfahren (ASU) nach Paragraf 35 LMBG bestimmten wir: Trockenmasse/Wasser, Quecksilber, Blei und Nitrat, gemäß Methode der Deutschen Gesellschaft für Fettwissenschaft das Fettsäurespektrum und den Gehalt an Transfettsäuren.

Mikrobiologische Qualität: 10%

Untersuchung gemäß ISO-Methoden: Koloniezahl, Enterobacteriaceen sowie Hefen und Schimmelpilze. Die Bestimmung von Bacillus cereus, mesophiler, aerober Sporenbildner, koagulase-positiver Staphylokokken, Escherichia coli und Salmonellen erfolgte gemäß ASU-Verfahren.

Verpackung: 10%

Wir beurteilten Zweckmäßigkeit (Produktschutz, Öffnen, Entnehmen) und Aufwand (Anzahl der Materialien, Materialkennzeichnung und Recyclinghinweise) für die abgebildete Produktverpackung.

Deklaration: 15%

Überprüfung gemäß den lebensmittelrechtlichen Kennzeichnungsvorschriften. Außerdem bewerteten wir Werbeaussagen, Zubereitungsanleitung, Lagerungsempfehlungen, Nährwertangaben sowie Lesbarkeit und Übersichtlichkeit der Kennzeichnung.

Weitere Analysen

In Anlehnung an beziehungsweise gemäß ASU-Methoden: Gesamtfett, Buttersäure (bei Produkten, die laut Zutatenverzeichnis Butterfett oder Milchbestandteile enthalten), Rohprotein, Asche, Ballaststoffe, Lactose (bei Produkten mit Milchbestandteilen), Stärke, Chlorid/Kochsalz, gentechnische Veränderungen der Kartoffelbestandteile, Antioxidationsmittel, Gesamtschwefeldioxid, Konservierungsstoffe, Glutaminsäure, Pflanzenschutzmittel und Cadmium. Milcheiweiß wurde in Anlehnung an die AOAC-Methode zur Bestimmung für Milcheiweiß in Schokolade und synthetische Farbstoffe per HPLC bestimmt. Kohlenhydrate und physiologischer Brennwert wurden berechnet.

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