Gesundheitsbezogene Werbung: Jetzt wird geprüft, was stimmt und was nicht

test 07/2009

Actimel „stärkt Abwehrkräfte“, Activia „hilft die Verdauung natürlich zu regulieren“ – solche Slogans kennt jeder. Kann Danone seine probiotischen Drinks auch in Zukunft so bewerben? Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) prüft das gerade, dazu Tausende weitere gesundheitsbezogene Aussagen auf Lebensmitteln (Health Claims). Damit sie grünes Licht gibt, müssen ihr überzeugende wissenschaftliche Belege vorgelegt werden. Die Efsa will jetzt ihre Anforderungen präzisieren. Hersteller wie Danone, Nestlé und Unilever sind daher auf Nummer sicher gegangen und haben die Anträge auf Zulassung ihrer Claims gestoppt. Wenn sie wissen, was verlangt wird, wollen sie die Anträge erneut stellen. Schließlich ist das gesamte bisherige Marketing in Gefahr.

Die Efsa muss sehr verschiedene Werbeaussagen prüfen. Gut 330 beziehen sich auf Probiotika, 1 900 auf Lebensmittel, die mit Pflanzenstoffen angereichert sind. Bisher ist über 50 Claims entschieden, 2010 soll der Prozess beendet sein.

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