Bauversicherungen: Die besten Angebote für Bauherren

Bauversicherungen Test

03.05.2011

Bauherren brauchen Versicherungs­schutz – und können dabei viel Geld sparen: Die Preis­unter­schiede bei Bauherren­haftpflicht- und Bauleistungs­versicherungen sind enorm. Finanztest sagt, welche Versicherungen sinnvoll sind und nennt die günstigsten Policen.

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Haftpflichtversicherung für Bauherren ein Muss

Bauherren tragen viel Verantwortung. Auch wenn sie einen Architekten, Bauunternehmer oder Bauhandwerker beauftragen, können Häuslebauer immer zur Verantwortung gezogen werden. Schließlich haben sie das Bauvorhaben veranlasst. Deshalb ist zumindest eine Bauherren-Haftpflichtversicherung unbedingt notwendig. Sie schützt Bauherren vor Ansprüchen auf Schadenersatz, wenn Dritte auf der Baustelle zu Schaden kommen. Werden Menschen verletzt, können die Schadenersatzansprüche im schlimmsten Fall in die Millionenhöhe gehen: Arzt-, Krankenhaus- und Pflegekosten, Verdienstausfall, Schmerzensgeld und möglicher­weise eine lebenslange Rente für die Opfer oder Hinterbliebenen.

Preisunterschiede enorm

Der Beitrag für die Versicherung richtet sich nach der Höhe der Bausumme. Die Preisunterschiede sind enorm. Beispiel: Für eine Bauherrenhaftpflicht bei einer Bausumme von 250 000 Euro verlangt der günstigste Versicherer Huk-Coburg Allgemeine einmalig 98 Euro, die Allianz dagegen 315 Euro. Die Leistungen sind vergleichbar. Kommen Dritte zu Schaden, sind sie darüber bis zu 15 Millionen Euro Versiche­rungssumme geschützt. 9 der 40 untersuchten Versicherer bieten ohne Mehrbeitrag einen Rundum­schutz, der auch Sachschäden umfasst, die etwa durch die allmähliche Einwirkung von Feuchtigkeit, Senkung des Grundstücks oder Erdrutsch verursacht werden.

Privathaftpflicht kann ausreichen

Für den Umbau oder Ausbau einer Immobilie in Eigenleistung, etwa einen Dachausbau, ist meist keine spezielle Bauherren-Haftpflichtversicherung nötig. Viele Privathaftpflichtversicherungen decken auch kleinere Bauvorhaben mit ab. Je nach Police greift der Schutz bis zu einer Bausumme von 25 000 Euro, 100 000 Euro oder sogar unbegrenzt.

Bauleistungsversicherung

Geht es nicht um Schäden, die andere er­leiden, sondern um solche am eigenen Bau, kommt die Bauleistungsversicherung ins Spiel. Sie hilft beispielsweise, wenn ein Sturm das Mauerwerk einreißt, eine Überschwemmung die Bausubstanz beschädigt oder Diebe bereits eingebaute Heizkörper oder Türen mitnehmen. Ohne finanzielle Rücklagen kann ein größerer Schaden unter Umständen dann den ganzen Finan­zie­rungs­plan für das Bauvorhaben durcheinander bringen. Der Diebstahl von Baumaterialien oder Werkzeugen ist allerdings nie mitversichert. Dieses Risiko übernimmt kein Versicherer. Auch Schäden durch normale Witterungseinflüsse sind durch die Police nicht gedeckt.

Feuerrohbauversicherung

Schäden durch Brand, Blitzschlag und Explosion sind ebenfalls nicht durch die Bauleistungsversicherung gedeckt. Für solche Fälle müssen sich Bauherren extra versichern. Sie benötigen eine Feuerrohbauver­sicherung, die einspringt, wenn der Rohbau durch einen Brand be­schädigt wird. Bauherren können auch zum Baubeginn direkt eine Wohngebäudeversicherung abschließen, in der eine Feuerrohbau­versicherung beitragsfrei enthalten ist.

Wichtige Versicherungen rund ums Haus

Nach der Bauzeit ändert sich der Versicherungsbedarf. Für die fertige Immobilie ist eine Wohngebäudeversicherung sehr sinnvoll. Wer einen über- oder unterirdischen Öltank auf dem Grundstück hat, sollte unbedingt eine Gewässerschadenhaftpflicht-Versicherung abschließen. Sie zahlt, wenn Grundwasser oder Erdreich durch Heizöl verschmutzt wird.

Wichtige Versicherungen: Welche Policen rund ums Haus sinnvoll sind, zeigt die Tabelle Optimaler Schutz fürs Eigenheim.

Günstige Versicherungen: Die vollständige Fassung des Tests enthält Beiträge und Bedingungen von 40 Tarifen für eine Bauherren-Haftpflichtversicherung sowie von 21 Tarifen für eine Bauleistungsversicherung.

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