Förderung von Weiterbildung: Bildungsprämie verlängert

15.11.2011

Erwerbstätige, die sich weiterbilden möchten, können auch über den November 2011 hinaus die Bildungsprämie nutzen. Das Bundesbildungsministerium hat das Programm jetzt um weitere zwei Jahre bis Ende 2013 verlängert. Die 2008 ins Leben gerufene Prämie haben bisher 150 000 Menschen genutzt. Zeitgleich mit der Verlängerung wurden die Einkommensgrenzen gesenkt.

Weniger Förderberechtigte

Mit der Bildungs­prämie will der Staat Lernwil­lige für eine Weiterbildung mobilisieren. Sie besteht aus den beiden Komponenten Prämiengut­schein und Weiterbildungssparen. Gefördert werden Fort­bildungen, die beruflich weiter­bringen. Nutzen können das Programm Arbeitnehmer und Selbst­ständige mit einem zu versteuernden Jahres­einkommen bis 20 000 Euro (Ehepaare 40 000 Euro). Bis 1.12.2011 lagen die Grenzen bei 25 600 Euro oder 51 200 Euro.

Für den Gutschein zur Beratungs­stelle

Der Prämiengut­schein deckt die Hälfte der Kurs­kosten – maximal aber 500 Euro – ab. Den Rest muss der Antrag­steller aus eigener Tasche beisteuern. Wer den Gutschein nutzen möchte, braucht zuerst eine Beratung in einer der 600 ausgewiesenen Beratungs­stellen. Im Gespräch legt der Berater das Ziel fest, schlägt mindestens drei passende Angebote und Anbieter vor und stellt den Gutschein aus. Bei einem dieser Anbieter bucht der Gutschein­inhaber dann den Kurs und zahlt seinen Kosten­anteil.

Für das Weiterbildungs­sparen zur Bank

Das Weiterbildungs­sparen ist interes­sant für Erwerbs­tätige, die mit vermögens­wirk­samen Leistungen über das Vermögens­bildungs­gesetz sparen. Sie können vorzeitig Geld aus dem angesparten Guthaben entnehmen. Die Arbeitnehmer­spar­zulage geht dabei nicht verloren. Um an das Geld zu kommen, lässt sich der Sparer von der Beratungs­stelle einen Spar­gutschein ausstellen. Den Gutschein muss er dann vom Weiterbildungs­anbieter ausfüllen lassen und anschließend der Bank vorlegen. Interes­sierte sollten sich vor der Entnahme vom Kredit­institut beraten lassen.

Viele Zuschüsse fürs Lernen an Frauen

Vor allem Beschäftigte von kleinen und mitt­leren Unternehmen nutzen das Geld fürs Lernen. An sie gingen knapp 90 Prozent der bisher ausgestellten 150 000 Prämiengut­scheine. Auffällig ist auch das starke Interesse von Frauen: Fast drei Viertel aller Lerner sind weiblich. Jeder sechste Gutschein ging an einen Antrag­steller mit Migrations­hintergrund.

Mehr Informationen zur Bildungs­prämie und eine Liste der Beratungs­stellen stehen unter www.bildungspraemie.info

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