28.09.2005
Durchführung
Behandlung
Unblutiges Schröpfen
Vor der Behandlung wird der Rücken des Patienten mit Rotlicht aufgewärmt. Dann werden sechs bis zehn Schröpfköpfe auf die Haut aufgesetzt, meist am Rücken entlang der Wirbelsäule, aber auch am Bauch. Durch den Unterdruck weiten sich die feinen Blutkapillaren der Haut und Blut tritt aus. Nach wenigen Minuten entstehen blaue Flecken; bleibt der Schröpfkopf länger auf der Haut, können auch blutige Blasen entstehen. Die Behandlung dauert 10 bis 15 Minuten. Einige Tage nach dem Schröpfen trocknen die Blasen ein, der Bluterguss geht allmählich zurück. In dieser Zeit soll die Haut mit Baumwollkleidung bedeckt und nur vorsichtig mit Körperöl gereinigt werden.
Meist wird nur eine Behandlung durchgeführt, bei chronischen Beschwerden wird manchmal eine Wiederholung angeraten, sobald sich die Spuren des ersten Schröpfens verflüchtigt haben.
Saugmassage mit Schröpfköpfen
Die Schröpfmassage ist eine Abwandlung des unblutigen Schröpfens. Zunächst wird die Haut des Rückens eingeölt. Der Anwender schiebt auf dieser Zone einige Minuten lang eine kleine Schröpfglocke mit Vakuum hin und her, bis sich ein Bluterguss bildet. Beim Einsatz ausschließlich für kosmetische Zwecke wird die Behandlung bereits vor der Blutergussbildung abgebrochen, sobald sich die Haut gerötet hat und damit eine stärkere Durchblutung anzeigt.
Eine Weiterentwicklung dieser Technik ist die petechiale Saugmassage nach Zöbelein. Dabei wird statt eines Schröpfkopfes ein Sauggerät angesetzt, das über die Reflexzonen der Haut geführt wird, um innere Organe zu behandeln.
Blutiges Schröpfen
Für das blutige Schröpfen wird die Haut entweder mit Blutlanzetten kreuzförmig oder mit dem Sakrifikationsapparat eingeritzt. Nach dem Aufsetzen füllen sich die Schröpfköpfe aus den Schnitten mit Blut. Innerhalb von 10 bis 20 Minuten werden auf diese Weise pro Schröpfkopf etwa 50 Milliliter Blut abgeleitet. Die Behandlung ist schmerzhaft. Sie soll nicht direkt über Wirbeln und großen Arterien durchgeführt werden.
