28.09.2005

Ozontherapie

Geschichte und Entwicklung

Der Berliner Arzt Constantin Lender setzte erstmals um 1870 Ozon als Mittel zur Inhalation ein. Damals wurde bekannt, dass dieses sehr reaktionsfreudige Gas, das aus drei Sauerstoffatomen (O3) besteht, zuverlässig Keime abtötet. Es folgten weitere Versuche, Ozon als Arznei nutzbar zu machen: Man experimentierte mit Terpentin- und Olivenöl oder Wasser als Trägersubstanzen, und behandelte Infektionen wie Cholera, Typhus, Ruhr und Furunkel, Schmerzen aller Art, Lähmungen und anderes mehr durch - wie man vermutete - die Desinfizierung des vergifteten Blutes.

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wird Ozon zur Desinfektion von Trinkwasser benutzt und im ersten Weltkrieg setzte der Feldchirurg A. Wolff Ozon zur rascheren Heilung von Wunden ein. Später wurde Sauerstoff (O2) mit Ozon gemischt (das Gemisch wird auch Oxyon genannt) und zur Infektionsbekämpfung in Magen, Darm, Harnleiter, Blase, Scheide und Ohr eingeblasen. In den 1930er-Jahren setzte in einigen europäischen Ländern eine Art Ozonheilwelle ein, die den Katalog der Anwendungsformen und Krankheiten wesentlich erweiterte. Ozon fand als Trinkkur, Klistier, Spray und Injektion Eingang in viele Bereiche der Medizin. Nach dem zweiten Weltkrieg bis etwa in die 1950er-Jahre hinein geriet die Ozontherapie nahezu in Vergessenheit. 1959 wurde das erste Patent auf ein Ozongerät erteilt, das Ozonmischungen für medizinische Zwecke erzeugte. 1972 gründete sich in Deutschland eine ärztliche Gesellschaft für Ozontherapie, die mit den Ozongesellschaften in Österreich, der Schweiz und in Italien zusammenarbeitet.

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Bewertung des Verfahrens

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    • Behandlung von Erkrankungen oder Beschwerden