28.09.2005

Lichttherapie

Plausibilität

Sonnenlicht besteht aus elektromagnetischer Strahlung verschiedener Wellenlängen: dem sichtbaren Licht (Wellenlänge 380 bis 780 nm), der ultravioletten (UV) Strahlung verschiedener Wellenlängen und der Infrarotstrahlung (780 bis 3 000 nm). Diese verschiedenen Strahlungen haben unterschiedliche Wirkungen.

Der ultraviolette Bereich unterteilt sich in den UV-B-Bereich der Wellenlänge 280 bis 315 nm und den UV-A-Bereich mit 315 bis 380 nm. Als Antwort auf eine Bestrahlung mit UV-Licht finden in der Haut Prozesse statt, die zu ihrer Bräunung führen; dieses stellt einen Schutzmechanismus des Körpers vor Sonnenbrand dar.

Durch die Bestrahlung mit UV-B-Licht entsteht in der Haut aus Vorstufen Vitamin D3 - ein Vitamin, das für den Knochenstoffwechsel unentbehrlich ist.

UV-A-Strahlung bremst die Zellvermehrung. Dieses ist wahrscheinlich der Grund, warum eine Bestrahlung mit "kaltem" UV-A-Licht (340 nm) eine Neurodermitis bessert. Gemeinsam mit dem Wirkstoff Psoralen angewendet, der die Haut sehr empfindlich für Licht macht, bessert diese konventionelle Behandlung, die so genannte PUVA-Therapie, eine Schuppenflechte.

Der Infrarotanteil des Sonnenlichts, der tief in die Haut eindringt und von den Zellen aufgenommen wird, erzeugt Wärme. Diese fördert die Durchblutung, beschleunigt den Stoffwechsel und kann so Schmerzen lindern.

Nach mehrmaliger gezielter Bestrahlung mit Sonnenlicht verbessert sich die unspezifische Immunabwehr, weil die Interferonproduktion aktiviert wird.

Aufenthalte in der Sonne wirken sich positiv auf das Gemüt aus. Das lässt sich unter anderem damit erklären, dass sich die Konzentration der Stresshormone Kortisol und Adrenalin im Blut verringert und die Produktion von Endorphinen, den körpereigenen "Wohlfühlhormonen", angeregt wird.

Zur Wirkung der Lichttherapie bei Depressionen gibt es verschiedene Erklärungen. Eine beruht darauf, dass die hohe Lichtintensität im Körper den "Rhythmusgeber" für Tag und Nacht stark aktiviert. Man nimmt an, dass ein zu schwach voneinander abgegrenztes Hell-Dunkel-Empfinden zu einer jahreszeitlich auftretenden Depression beiträgt.

Weitere Angebote

Bewertung des Verfahrens

  • Wenig geeignet bei/zur ...

    • Depressionen
  • Nicht geeignet bei/zur ...

    • Schlafstörungen bei älteren Menschen
    • Demenz