28.09.2005
Achtung
Die einzelnen Anwendungen können unmittelbaren Einfluss auf Atmung, Herz und Kreislauf haben, deshalb sollten Wasseranwendungen nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt und eine Selbstanwendung unter fachlicher Anleitung erlernt werden. Ein Überwärmungsbad darf nicht ohne Kontrolle von Puls- und Atemfrequenz sowie der Körpertemperatur angewendet werden.
Gegenanzeigen
Bei schwerer Hirnleistungsschwäche, schwerer Herzkrankheit, Funktionsstörung und Entzündung von Leber oder Nieren, ansteckender Krankheit, aktiver Tuberkulose, akut entzündlicher rheumatischer Erkrankung, Schilddrüsenüberfunktion, Suchtkrankheit, schwerer Neurose und psychiatrischer Krankheit wird eine Kneippkur ausgeschlossen.
Kneippärzte lehnen auch Patienten ohne Bereitschaft zu aktiver Gesundheitspflege ab und schließen die Behandlung von psychisch Kranken aus, für die körperliche Beschwerden eine Art von Gewinn - "Lebensqualität" - bedeuten.
Kneippärzte raten davon ab, Kneipparzneibäder bei nässenden, großflächigen Ekzemen und Hautverletzungen, bei schweren fieberhaften und infektiösen Erkrankungen, bei schweren Herzerkrankungen und schwerem Bluthochdruck anzuwenden.
Kneipp Johanniskrauttee sollte nicht eingenommen werden bei erhöhter Empfindlichkeit gegen UV-Strahlen und bei schweren depressiven Störungen.
Wechselwirkungen
Johanniskrautpräparate können die Wirksamkeit von empfängnisverhütenden Arzneimitteln ("Pille") und von Depressionsmitteln mit den Wirkstoffen Amitriptylin und Nortriptylin abschwächen.
