28.09.2005

Blutegeltherapie

Risiken

Durch das Verfahren

Lokale Hautreizungen und -entzündungen sowie leichte Schmerzen an der Bissstelle sind häufig. Vereinzelt kann es zu langanhaltenden Nachblutungen kommen. Selten tritt eine Infektion mit dem Bakterium Aeromonas hydrophila auf. In Ausnahmefällen kann die Behandlung zu allergischen Reaktionen führen. Dabei sind sowohl allergische Sofort- als auch Spätreaktionen denkbar.

Bei frisch Operierten muss bei der Blutegelbehandlung mit Nachblutungen im Operationsgebiet gerechnet werden.

Durch unsachgemäße Anwendung

Der Einsatz einer zu großen Zahl von Blutegeln kann aufgrund des hohen Blutverlustes zu Schwindel und Ohnmacht führen.

Durch Unachtsamkeit kann es zu Zwischenfällen kommen. So wurde mehrfach berichtet, dass Blutegel, die in der Nähe von Körperöffnungen angesetzt wurden, verschluckt wurden beziehungsweise in die Nase oder den Anus eindrangen und innere Blutungen verursachten.

Zahlreiche Bakterien- und Virengattungen - auch der Aids-Erreger - können im Verdauungstrakt der Blutegel überleben. Wenn die Egel beim Ablösen gequetscht werden, kann ihr Darminhalt mit dem Erreger in die Saugwunde geraten. Um Infektionen vorzubeugen, dürfen Egel ausnahmslos nur einmal verwendet werden.

Weitere Angebote

Bewertung des Verfahrens

  • Geeignet bei/zur ...

    • Kniegelenkarthrose