28.09.2005
Plausibilität
Bachs Pflanzenauswahl erfolgte rein intuitiv. Sie lässt sich wissenschaftlich nicht begründen. Auch zwischen der Art der Herstellung der Blütenmittel und der ihnen zugeschriebenen Wirksamkeit lässt sich kein Zusammenhang nachweisen.
Die "Energie" der Pflanzen, von deren Existenz Bach ausging, ist bisher nicht nachgewiesen worden. Die genannten technischen Verfahren liefern zwar farbige Bilder, dokumentieren jedoch weder "Pflanzenenergie" noch Wirksamkeit (siehe unter "Kirlian-Fotografie"). Es weist auch nichts darauf hin, dass in den Blütenmitteln ein anderes, noch unbekanntes Wirkprinzip existieren könnte. Eine Wirkung aufgrund von definierten Inhaltsstoffen der Blütenmittel ist unwahrscheinlich, weil die Mittel in einer Verdünnung gebraucht werden, bei der es nach chemischem Verständnis keine pharmakologischen Wirkungen mehr geben kann.
Die Bach-Grundannahme, dass sich jegliches menschliche Verhalten und Befinden auf letztlich 38 Gemütszustände zurückführen lässt, läuft den allgemein akzeptierten Erkenntnissen der Psychologie zuwider. Darüber hinaus bewertet Bachs Konzept Seelenzustände und Gefühle, indem es sie nach moralischen Kategorien in gut und schlecht einteilt. Werturteile über Menschen und ihr Befinden zu fällen, ist in einem therapeutischen Prozess jedoch weder hilfreich noch zulässig.
