28.09.2005
Achtung
Da sich die Bachblütentherapie hinsichtlich der Anwendungsbereiche keinerlei Beschränkungen auferlegt, sondern im Gegenteil darauf hinweist, dass letztlich alle Krankheiten einen psychischen Hintergrund haben, der mit Bachblütenmitteln therapiert werden kann, ist die Gefahr groß, dass eine notwendige und hilfreiche Behandlung zu spät einsetzt oder gar versäumt wird. Die Überzeugung, dass es keiner medizinischen Diagnose bedarf, vergrößert diese Gefahr zusätzlich.
Bachs Behandlungskonzept bewegt sich in der Nähe zur Esoterik. In der Esoterik geht man davon aus, dass Menschen über alles, was ihnen geschieht, selbst bestimmen, indem sie sich diese Ereignisse unbewusst wünschen und damit aus einer "astralen Ebene" zu sich heranziehen. Durch einen solchen Erklärungsansatz können Menschen, die zum Beispiel Opfer traumatischer Erlebnisse geworden sind, für ihr Leid selbst verantwortlich gemacht werden.
Gefährlich kann sich auch der immer wieder zu lesende Hinweis auswirken, dass bei einer Bachblütentherapie die bisher ärztlich verordneten Medikamente in ihrer Dosierung erheblich verringert oder gar abgesetzt werden können. Ganz ausdrücklich werden in diesem Zusammenhang Psychopharmaka genannt. Das eigenmächtige Absetzen von Arzneimitteln kann jedoch zu beträchtlichen gesundheitlichen Risiken führen.
Bachblütenmittel enthalten Alkohol. Personen mit Alkoholproblemen dürfen sie nicht anwenden. Auch Leberkranke und Menschen mit Anfallleiden sollten den Alkoholgehalt berücksichtigen. Darüber hinaus ist zu beachten, dass Alkohol die Wirkung vieler Arzneimittel (zum Beispiel Schlaf- und Beruhigungsmittel, Psychopharmaka, starke Schmerzmittel, viele Mittel bei hohem Blutdruck) verstärken kann.
