28.09.2005

Autogenes Training

Geschichte und Entwicklung

Die Grundlagen, aus denen sich das autogene Training entwickelte, wurden vom Hirnforscher Oskar Vogt (1870-1959) entdeckt. Er beobachtete an Patienten, die er mit Hypnose behandelte, dass sie sich nach einiger Zeit auch selbst in den hypnotischen Zustand versetzen konnten. Die regelmäßige Hypnose half ihnen, Spannungen abzubauen und ihr Leben besser zu bewältigen. Um 1915 begann der Nervenarzt Johann Heinrich Schultz (1884-1970) auf Vogts Anregung hin, sich mit Selbsthypnose und deren Auswirkungen zu beschäftigen. Sein Ziel war es, eine Methode zu entwickeln, die die Patienten vom Hypnotiseur unabhängig machen und ihnen selbst die Verantwortung über die Behandlung einräumen sollte. Während des Ersten Weltkrieges betreute Schultz in einem Lazarett Kriegsversehrte, die an schweren Ängsten und kriegsbedingten psychischen Störungen litten. Diese konnten mithilfe der Selbsthypnose die Schrecken des Erlebten wesentlich besser verarbeiten. In den Folgejahren untersuchte Schultz die Auswirkungen seiner Methode an interessierten Ärzten und Patienten und stellte sie schließlich in einer Publikation im Jahr 1932 der Öffentlichkeit vor.

Mehrere Therapeuten waren an der Weiterentwicklung des autogenen Trainings beteiligt. Im deutschen Sprachraum ist es das bekannteste und am häufigsten zu therapeutischen Zwecken eingesetzte Entspannungsverfahren.

Weitere Angebote

Bewertung des Verfahrens

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