28.09.2005

Autogenes Training

Achtung

Patienten mit Herzrhythmusstörungen können sich ängstigen, wenn sie ihren Pulsschlag bewusst empfinden. Asthmatiker kann es zu Beginn des Trainings beunruhigen, sich auf ihren Atemrhythmus zu konzentrieren. Durch das Üben in der Gruppe unter kompetenter Leitung verlieren sich diese Probleme in der Regel bald.

Autogenes Training ist meist kein eigenständiges Verfahren zur Behandlung bestehender Erkrankungen; es sollte zur Unterstützung einer medizinischen Therapie genutzt werden.

Die Anwendung von autogenem Training als therapeutische Behandlung durch medizinisch unerfahrene Trainer birgt die Gefahr, dass auf eine konventionelle Diagnose verzichtet und eine notwendige Behandlung versäumt wird.

Gegenanzeigen

Bei Persönlichkeitsstörungen, schweren psychischen Krankheiten sowie bei einer latenten Psychose sollte kein autogenes Training durchgeführt werden.

Auch für Menschen mit schweren Depressionen und starken Angstzuständen eignet sich autogenes Training nicht, weil sich die Betroffenen ohnehin meist stark nach innen zurückziehen.

Wechselwirkungen

Wird autogenes Training neben einer Standardtherapie angewendet, zum Beispiel bei einer medikamentösen Behandlung von hohem Blutdruck, sollte diese gut überwacht werden. Es ist möglich, dass die Dosierung der verwendeten Arzneimittel angepasst werden muss.

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