28.09.2005

Aromatherapie

Wirknachweise

Als Belege für die Wirksamkeit wurden nur solche Studien herangezogen, bei denen das ätherische Öl nach dem Einatmen zur Wirkung kam. Die innerliche Anwendung, beispielsweise von Pfefferminzöl bei Magen-Darm-Beschwerden oder die äußerliche Behandlung von Haut- und Nagelpilzinfektionen mit Teebaumöl, blieben unberücksichtigt, weil sie nicht der Definition der Aromatherapie folgen.

In einer systematischen Übersichtsarbeit wurden zwölf Studien zur Aromatherapie ausgewertet, bei denen eine Gruppe von Patienten per Los der aromatherapeutischen Behandlung zugeteilt wurde und die andere Gruppe einer Scheinbehandlung. Die gefundenen Daten aus sechs dieser Studien belegen, dass die Behandlung zur Entspannung beiträgt. Dabei ist allerdings zu bedenken, dass die Wirkung zum einen nicht sehr ausgeprägt ist und zum anderen auch auf die sanfte Massage zurückzuführen sein kann. Darüber hinaus hielt die Wirkung nur kurz an.

Eine Übersichtsarbeit, die durch ein internationales Netzwerk von Wissenschaftlern erstellt wurde (Cochrane Review), fand heraus, dass Aromatherapie bei Demenz-Patienten die Erregbarkeit und andere Beschwerden, die die Nerven und die Psyche betreffen, positiv beeinflusst und dass sie bei Krebspatienten die Ängstlichkeit reduziert und das Wohlbefinden erhöht.

Auch vor chirurgischen Eingriffen, vor Bestrahlungen und Zahnbehandlungen reduziert Aromatherapie die Ängstlichkeit.

Darüber hinaus zeigen neuere kontrollierte Studien Folgendes:

Bäder mit einem Zusatz von ätherischem Lavendelöl verbessern bei gesunden Menschen das Wohlbefinden und die psychologische Stimmungslage.

Es gibt Hinweise, dass ätherisches Pfefferminzöl, mit dem die Schläfen eingerieben werden, Kopfschmerzen lindert.

Bei Hospizpatienten verbesserten Massagen mit Lavendelöl die Lebensqualität, jedoch nicht mehr als Massagen ohne ein ätherisches Öl.

Weitere Angebote

Bewertung des Verfahrens

  • Geeignet bei/zur ...

    • Ängstlichkeit
    • Entspannung
    • Verbesserung des Wohlbefindens
    • Demenz, unterstützende Wirkung
  • Wenig geeignet bei/zur ...

    • Kopfschmerzen
    • Besserung der Lebensqualität bei Hospizpatienten