28.09.2005

Aromatherapie

Geschichte und Entwicklung

Der Begriff Aromatherapie geht auf den französischen Chemiker René-Maurice Gattefossé zurück, die Wurzeln dieser Behandlungsform reichen jedoch weiter in die Vergangenheit. Alle Kulturen des Altertums setzten Räucherungen ein, für die Pflanzen verbrannt wurden, um die Götter zu besänftigen und Krankheiten zu heilen. Bei den Arabern, Griechen und Römern wurden duftende Pflanzenessenzen gezielt medizinisch eingesetzt. Die griechischen Ärzte Dioskurides und Hippokrates erwähnten deren Gebrauch in ihren Schriften. Ausgehend von eigenen Erfahrungen, beschrieb Gattefossé 1928 eine Behandlungsweise von gesundheitlichen Störungen und Krankheiten, die ausschließlich ätherische Öle verwendete. Dabei hob er vor allem ihre bakterientötenden Eigenschaften hervor und ihre gute Fähigkeit, die Haut zu durchdringen. Seine Idee, sämtliche Erkrankungen mit nichts anderem als mit ätherischen Ölen zu behandeln, griff der französische Arzt Jean Valnet auf und veröffentlichte 1964 ein Buch zur Aromatherapie. Der englische Heilpraktiker Robert B. Tisserand verknüpfte in seinem Buch 1977 die Verwendung von ätherischen Ölen mit Elementen fernöstlicher Medizin, anthroposophischem Gedankengut sowie kosmischen Vorstellungen und formte daraus ein Naturheilverfahren mit esoterischer Ausrichtung. Auch er verwendete dafür den Begriff Aromatherapie.

In der Folge wurde vielerlei mit dem Begriff Aromatherapie belegt: wenn ätherische Öle eingenommen, vaginal angewendet und in die Haut einmassiert werden, wenn sie zum Verdampfen gebracht und mit der Raumluft eingeatmet werden und anderes mehr. Für diese Anwendungsarten wird manchmal auch der Begriff Osmotherapie gebraucht.

Naturwissenschaftlich betrachtet, ist Aromatherapie eine Form der Pflanzenheilkunde. Dabei wird vorausgesetzt, dass die ätherischen Öle eingeatmet werden. Andere Anwendungsarten gelten im medizinisch-wissenschaftlichen Sinn nicht als Aromatherapie. Die Zusammensetzungen der Öle werden ebenso erforscht wie die Auswirkungen der eingeatmeten Duftstoffe auf den Körper.

Getrennt von dieser therapeutischen Anwendung ätherischer Öle, beschäftigen sich einige Wissenschaftler mit der Beziehung zwischen Düften und psychischen Prozessen. Dieses Wissensgebiet trägt den Namen Aromachologie.

Zwischen der naturwissenschaftlich vorgehenden, therapeutischen Aromatherapie und der esoterisch ausgerichteten hat sich ein Bereich etabliert, in welchem ätherische Öle als Hilfsmittel zum Wohlfühlen und zur Gesundheitspflege angeboten werden.

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    • Kopfschmerzen
    • Besserung der Lebensqualität bei Hospizpatienten