28.09.2005

Aromatherapie

Durchführung

Diagnose

Manche Anwender der Aromatherapie erstellen ein so genanntes Aromatogramm. Sie lassen im Labor die Keime aus einer infektiösen Probe des Patienten in einer Kultur anzüchten und testen dann, welches ätherische Öl das Keimwachstum am besten hemmt. Danach wird das Öl zur Behandlung ausgewählt. Meist erfolgt die Wahl des Öls jedoch eher intuitiv, ja nach Art der Beschwerden und Konstitution des Patienten.

Behandlung

Von Ärzten und Heilpraktikern wird Aromatherapie bei definierten Störungen und Erkrankungen eingesetzt. Dann wird das für geeignet befundene Öl eingenommen, einmassiert, äußerlich aufgetragen, als Kompresse aufgelegt oder eingeatmet.

Welches Öl für welche Indikation als geeignet angesehen wird, hängt davon ab, welche Art von Aromatherapie der Behandler praktiziert. Bei einer wissenschaftlich orientierten Aromatherapie ergibt sich die Wahl des Öles aus seinen nachgewiesenen pharmakologischen Wirkungen. Andere Formen von Aromatherapie bevorzugen beispielsweise eine intuitive Auswahl, legen die vermeintlich festgestellten Ähnlichkeiten zwischen der Persönlichkeit der Pflanze und der des Hilfesuchenden zugrunde, oder sie orientieren sich am Yin-Yang-Prinzip der traditionellen chinesischen Medizin und suchen ein Öl aus, welches das gestörte Gleichgewicht zwischen den beiden Prinzipien ausgleicht.

Für die innerliche Anwendung können die ätherischen Öle in heißem Wasser aufgelöst und getrunken werden. Zur Massage werden sie mit einem neutralen Öl verdünnt. Zur Inhalation können sie mit heißem Wasserdampf eingeatmet werden, oder sie werden in der Raumluft versprüht, und man lässt sie langsam verdunsten.

Aromatherapie kann mit vielen anderen Therapien kombiniert angewendet werden. Mit der Bachblütentherapie soll sie sich nach Ansicht der Anwender besonders gut ergänzen. Eine homöopathische Behandlung darf jedoch nicht gleichzeitig durchgeführt werden, da die ätherischen Öle die Wirkung der homöopathischen Mittel zunichte machen sollen.

Selbstbehandlung

Aromatherapie im weitesten Sinn ist als Selbstbehandlungsmethode sehr verbreitet. Bücher, in denen die Eigenschaften von Pflanzen und ihre Anwendbarkeit bei diversen Störungen beschrieben sind, leiten dazu an. Verschiedene Einrichtungen halten Kurse und Seminare für Selbstanwender ab.

Das Beduften von privaten und öffentlichen Räumen ist vielerorts zur Gewohntheit geworden. Gar nicht so selten ist dieses auch im Sinne einer Aromatherapie gedacht, wenn zum Beispiel das verdampfende Öl im Wartezimmer einer Arztpraxis Ängstlichkeit reduzieren soll.

Weitere Angebote

Bewertung des Verfahrens

  • Geeignet bei/zur ...

    • Ängstlichkeit
    • Entspannung
    • Verbesserung des Wohlbefindens
    • Demenz, unterstützende Wirkung
  • Wenig geeignet bei/zur ...

    • Kopfschmerzen
    • Besserung der Lebensqualität bei Hospizpatienten