28.09.2005
Behandlungsplan
In einem Behandlungsplan, der vor Beginn der Behandlung erstellt wird, hält der Behandler schriftlich relevante Informationen zu Diagnose und Behandlung fest. Innerhalb gewisser Grenzen kann der Patient anhand eines solchen Papiers kontrollieren, ob die Behandlung ihren vorgesehenen Weg geht. Ist das nicht der Fall, kann im Gespräch mit dem Behandler geklärt werden, wie und warum er von dem Plan abgewichen ist und wie er zukünftig weiter verfahren will. In der konventionellen Medizin wird ein solcher Behandlungsplan beispielsweise erstellt, bevor eine kieferorthopädische Behandlung beginnt.
Ein solcher Plan kann der Absicherung dienen, dass die Behandlung nicht unabgesprochen Grenzen überschreitet. Darüber hinaus kann er im Falle eines Rechtsstreits eine wichtige Argumentationshilfe sein.
Checkliste für einen Behandlungsplan
- Welche Diagnose liegt vor?
- Was ist das Ziel der Behandlung?
- In welchen Einzelschritten soll sie voraussichtlich ablaufen?
- Was will der Behandler konkret tun, und was will er damit erreichen?
- Wie lange wird die Behandlung voraussichtlich dauern?
- Was wird sie voraussichtlich kosten (Behandlungskosten, Arzneimittel und anderes)?
- Wie beziehungsweise nach welcher Gebührenordnung berechnet der Behandler seinen Arbeitsaufwand?
- Sind außer den genannten Kosten noch weitere zu erwarten?
- Übernimmt die Krankenkasse zumindest Teile der Kosten?
