15.01.2010

Zahnzusatz-Versicherung bei Tchibo: Starkes Versprechen

Zahnzusatz-Versicherung bei Tchibo Schnelltest

Eine Zahnzusatzversicherung der Gothaer Krankenversicherung bietet Tchibo an. Der Beitrag steigt mit dem Alter. test.de erklärt, was er taugt und ob er sich an anderen guten Produkten am Markt messen lassen kann.

Beitrag steigt alle 10 Jahre

Tchibo bietet unter dem Logo Asstel eine Zahnzusatzversicherung der Gothaer Krankenversicherung an. Die Asstel vermittelt Produkte der Gothaer. Eine Zahnzusatzversicherung, wie sie Tchibo anbietet, kann sich für gesetzlich Krankenversicherte lohnen, wenn sie teuren Zahnersatz brauchen. Das können Brücken, Kronen, Inlays oder Implantate sein. Ungewöhnlich an dem Tarif KEZ der Gothaer ist die Tarifstrukur der Beiträge: Sie sind für Männer und Frauen altersabhängig und steigen nach Vertragsabschluss ab dem 21. Lebensjahr im Zehnjahresrhythmus. Eine 21-jährige Frau zahlt für die Police monatlich 5,31 Euro. Wenn sie 31 Jahre alt wird, verlangt der Versicherer für den selben Schutz 9,95 Euro im Monat und nach ihrem 41. Geburtstag 13,25 Euro. Auch danach steigt der Beitrag in der Regel alle zehn Jahre weiter. 19,93 Euro beträgt er für eine Seniorin von 70 Jahren, siehe Tabelle. Die Beitäge für Männer sind bis zum 61. Geburtstag geringer. Danach übertreffen sie die für Frauen. Mit 70 Jahren zahlt ein Mann 24,69 Euro monatlich.

Leistungsstarke Police

Bei den gebotenen Leistungen kann es der Gothaer-KEZ-Tarif mit den leistungsstarken Zahnzusatz-Policen aufnehmen. Das zeigt auch die letzte Finanztest-Untersuchung Zahnzusatzversicherungen. Sowohl für teure Kronen und Brücken, als auch für Implantate und Inlays übernimmt die Gothaer zusammen mit dem Kassenfestzuschuss 70 bis 80 Prozent der Gesamtkosten. Ob es die vollen 80 Prozent sind, entscheidet das Bonusheft. In ihm muss für jedes der letzten 10 Jahre ein Zahnvorsorge-Check vermerkt sein. Bis zum 15. Februar gibt Tchibo bei Abschluss der Police noch einen Zuschuss von 25 Euro für die professionelle Zahnreinigung.

Kundenfreundliche Bedingungen

Vorteilhaft ist, dass der Gothaer-Schutz im Gegensatz zu vielen anderen Tarifen die jährlichen Leistungen nicht auf einen festgelegten Höchstbetrag begrenzt. Auch die Leistungsbegrenzungen in den ersten Vertragsjahren sind relativ kundenfreundlich. In den ersten beiden Vertragsjahren werden insgesamt schon höchstens 750 Euro erstattet. In den ersten drei Vertragsjahren sind es zusammen maximal 1 500 Euro. Danach ist die jährliche Höchstgrenze aufgehoben. Auch beim Gothaer-Tarif gilt aber die übliche Wartezeit von acht Monaten nach Vertragsschluss bis zur ersten möglichen Leistung.

Implantat ja, Knochenaufbau nein

Ein Implantat einschließlich Zahnersatz kann etwa 2 300 Euro kosten, davon 500 Euro für den einfachen Knochenaufbau. test.de hat ausgerechnet, was der Versicherte mit Zusatzpolice noch für das Implantat aus eigener Tasche zahlt. Mit Vorsorgebonus von 30 Prozent, den der Patient nach zehn Jahren regelmäßiger Vorsorge erhält, übernimmt die Kasse 375 Euro und die Zusatzpolice 1 065 Euro. Für den zusatzversicherten Patienten bleiben immer noch 860 Euro zu zahlen, denn die Kosten für den Knochenaufbau ersetzt die Gothaer nicht. Für den Implantat-Einsatz ist er aus medizinischen Gründen aber oft notwendig. Diese Einschränkung ist bedauerlich.

Leistungsversprechen nicht für immer

Der Vertrag mit der Gothaer enthält jedoch kein lebenslanges Leistungsversprechen. Der Versicherer kann jährlich nach Vertragsschluss die Leistungen einschränken oder erhöhen. Er könnte etwa später Inlays von der Leistung ausschließen. Dazu ist nicht die Zustimmung eines unabhängigen Treuhänders nötig, wie das bei vielen anderen Tarifen der Fall ist. Auch die Beiträge kann das Unternehmen ändern. Der Kunde hat nach jeder Änderung das Recht zu kündigen. Ohne Änderung kann der Kunde den Vertrag frühestens nach zwei Jahren und danach jedes Jahr kündigen. Die Gesellschaft selbst hat kein ordentliches Kündigungsrecht.

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