08.03.2013

Zahnpasta: Sehr gut geschützt ab 39 Cent

Zahnpasta Test

Ob ganz in weiß oder mit Streifen: Mindestens zweimal täglich sollte jeder eine Zahnpasta benutzen. Die Auswahl ist groß. Viele Produkte versprechen Komplett­schutz für Zähne und Zahn­fleisch. Worauf kommt es bei Zahnpasta an? Wie teuer muss eine gute sein? Die Stiftung Warentest hat 20 Zahnpasten geprüft. Ergebnis: Mund­gesundheit muss nicht teuer sein. Die preis­wertesten Produkte gehören zu den Besten. Und: Fast alle Zahnpasten beugen Karies sehr gut vor. Dreimal aber heißt es mangelhaft.

Zahnpasta 03/2013 - Hoher Abrieb

  • Lidl/Dentalux Com­plex 3 Mint Fresh

Zahnpasta 03/2013 - Mitt­lerer Abrieb

  • Colgate Total Original
  • Den­tag­ard Original
  • Dr. Best Multi Aktiv
  • Elkadent Aktiv 3
  • Elmex Karies­schutz
  • Lavera Neu­tral Zahngel
  • Meridol Zahnpasta
  • Odol Med 3 Original
  • Ross­mann/Per­lodent Med
  • Sante Dental med Zahn­creme Myr­rhe
  • Signal Sport Gel Extra Frisch

Zahnpasta 03/2013 - Nied­riger und sehr nied­riger Abrieb

  • Ajona Medizi­nisches Zahn­creme­kon­zen­trat
  • Aldi (Nord)/Eurodont Aktiv Fresh
  • Aldi (Süd)/Friscodent Multi­care
  • Aronal Zahn­fleisch­schutz
  • Blend-a-med com­plete plus extra frisch
  • dm/Donto Dent Fluor Fresh
  • Kauf­land/K-Classic Dental Fresh
  • The­ramed Original

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Test Zahnpasta test 03/2013
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Der wichtigste Inhalts­stoff ist Fluorid

Entscheidend bei einer Zahnpasta ist ein Wirk­stoff: Fluorid. Etwa 95 Prozent der in Deutsch­land verkauften Zahn­cremes sind fluoridhaltig. Die Wirk­samkeit ist klar belegt: Fluorid hilft, der Zahn­oberfläche Mineralien zurück­zugeben, sie zu remi­neralisieren. Und es macht die Zähne widerstandsfä­higer gegen Säuren – so beugt es Karies vor. Die Bewertung der Karies­prophylaxe durch Fluorid ist das wichtigste Kriterium für die Tester der Stiftung Warentest. 17 Produkte im Test enthalten genug Fluorid für einen sehr guten Karies­schutz.

Drei beugen Karies nicht genug vor

Drei Produkte im Test verzichten dagegen auf Fluorid zur Karies­prophylaxe. Das ist unzureichend. In der Konsequenz bedeutet das: Qualitäts­urteil mangelhaft. Als kosmetisches Produkt unterliegen Zahnpasten der Kosmetik­ver­ordnung. Sie legt einen Höchstwert für den Wirk­stoff fest – maximal 0,15 Prozent. Das entspricht 1 500 Milli­gramm pro Kilogramm Zahnpasta. Die Wirk­samkeit einer Zahnpasta steigt mit zunehmenden Fluorid­gehalt. Daher sollte der Fluorid­gehalt – inner­halb der gesetzlichen Grenzen – möglichst hoch sein.

Auf den Abrieb achten

Um unschöne Verfärbungen – zum Beispiel durch Kaffee, Tee oder Ziga­retten – an den Zähnen zu entfernen, enthalten Zahnpasten Putzkörper. Je nach Art der beigemengten Putzkörper haben die Cremes einen unterschiedlich hohen Abrieb. Die Tester haben ihn im Labor bestimmt – und die Produkte in der Tabelle von hohem über mitt­leren bis zu sehr nied­rigem Abrieb gruppiert. Einen starken Abrieb hat nur eine Zahnpasta im Test. Sie entfernt Verfärbungen mess­bar sehr gut. Bei freiliegenden Zahnhälsen ist sie wegen ihres hohen Abriebs aber nicht zu empfehlen.

Deutliche Preis­unterschiede

Der Test zeigt auch: Eine gute Zahn­creme muss nicht teuer sein. In der Gruppe der Pasten mit mitt­lerem Abrieb wurden vier Produkte mit sehr gut bewertet. Kosten­punkt für ein Jahr Zähneputzen pro Person mit dem güns­tigsten Produkt dieser Gruppe: 2,40 Euro. Das geht auch deutlich teurer: Ein Jahr Zähneputzen mit den drei weiteren sehr guten Produkten kostet immerhin zwischen 16,50 und 32 Euro.

Was die Verpackung verspricht

Allein wer sich regel­mäßig und gründlich die Zähne putzt, beugt bereits Problemen wie Plaque vor. Loben Anbieter einen Schutz zum Beispiel gegen Plaque aber besonders aus, sollte auch ein entsprechender Wirk­stoff enthalten sein. Die Tester prüften in der Liste der Inhaltsstoffe, ob über die normale zahn­pflegende Wirkung der Pasten hinaus spezielle Wirk­stoffe gekenn­zeichnet waren, für die eine unterstützende Wirkung wissenschaftlich belegt ist. Welche Produkte halten, was sie versprechen, zeigt die Test­tabelle.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Richtige Putz­technik

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