Ob ganz in weiß oder mit Streifen: Mindestens zweimal täglich sollte jeder eine Zahnpasta benutzen. Die Auswahl ist groß. Viele Produkte versprechen Komplettschutz für Zähne und Zahnfleisch. Worauf kommt es bei Zahnpasta an? Wie teuer muss eine gute sein? Die Stiftung Warentest hat 20 Zahnpasten geprüft. Ergebnis: Mundgesundheit muss nicht teuer sein. Die preiswertesten Produkte gehören zu den Besten. Und: Fast alle Zahnpasten beugen Karies sehr gut vor. Dreimal aber heißt es mangelhaft.
Zahnpasta 03/2013 - Hoher Abrieb
- Lidl/Dentalux Complex 3 Mint Fresh
Zahnpasta 03/2013 - Mittlerer Abrieb
- Colgate Total Original
- Dentagard Original
- Dr. Best Multi Aktiv
- Elkadent Aktiv 3
- Elmex Kariesschutz
- Lavera Neutral Zahngel
- Meridol Zahnpasta
- Odol Med 3 Original
- Rossmann/Perlodent Med
- Sante Dental med Zahncreme Myrrhe
- Signal Sport Gel Extra Frisch
Zahnpasta 03/2013 - Niedriger und sehr niedriger Abrieb
- Ajona Medizinisches Zahncremekonzentrat
- Aldi (Nord)/Eurodont Aktiv Fresh
- Aldi (Süd)/Friscodent Multicare
- Aronal Zahnfleischschutz
- Blend-a-med complete plus extra frisch
- dm/Donto Dent Fluor Fresh
- Kaufland/K-Classic Dental Fresh
- Theramed Original
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Der wichtigste Inhaltsstoff ist Fluorid
Entscheidend bei einer Zahnpasta ist ein Wirkstoff: Fluorid. Etwa 95 Prozent der in Deutschland verkauften Zahncremes sind fluoridhaltig. Die Wirksamkeit ist klar belegt: Fluorid hilft, der Zahnoberfläche Mineralien zurückzugeben, sie zu remineralisieren. Und es macht die Zähne widerstandsfähiger gegen Säuren – so beugt es Karies vor. Die Bewertung der Kariesprophylaxe durch Fluorid ist das wichtigste Kriterium für die Tester der Stiftung Warentest. 17 Produkte im Test enthalten genug Fluorid für einen sehr guten Kariesschutz.
Drei beugen Karies nicht genug vor
Drei Produkte im Test verzichten dagegen auf Fluorid zur Kariesprophylaxe. Das ist unzureichend. In der Konsequenz bedeutet das: Qualitätsurteil mangelhaft. Als kosmetisches Produkt unterliegen Zahnpasten der Kosmetikverordnung. Sie legt einen Höchstwert für den Wirkstoff fest – maximal 0,15 Prozent. Das entspricht 1 500 Milligramm pro Kilogramm Zahnpasta. Die Wirksamkeit einer Zahnpasta steigt mit zunehmenden Fluoridgehalt. Daher sollte der Fluoridgehalt – innerhalb der gesetzlichen Grenzen – möglichst hoch sein.
Auf den Abrieb achten
Um unschöne Verfärbungen – zum Beispiel durch Kaffee, Tee oder Zigaretten – an den Zähnen zu entfernen, enthalten Zahnpasten Putzkörper. Je nach Art der beigemengten Putzkörper haben die Cremes einen unterschiedlich hohen Abrieb. Die Tester haben ihn im Labor bestimmt – und die Produkte in der Tabelle von hohem über mittleren bis zu sehr niedrigem Abrieb gruppiert. Einen starken Abrieb hat nur eine Zahnpasta im Test. Sie entfernt Verfärbungen messbar sehr gut. Bei freiliegenden Zahnhälsen ist sie wegen ihres hohen Abriebs aber nicht zu empfehlen.
Deutliche Preisunterschiede
Der Test zeigt auch: Eine gute Zahncreme muss nicht teuer sein. In der Gruppe der Pasten mit mittlerem Abrieb wurden vier Produkte mit sehr gut bewertet. Kostenpunkt für ein Jahr Zähneputzen pro Person mit dem günstigsten Produkt dieser Gruppe: 2,40 Euro. Das geht auch deutlich teurer: Ein Jahr Zähneputzen mit den drei weiteren sehr guten Produkten kostet immerhin zwischen 16,50 und 32 Euro.
Was die Verpackung verspricht
Allein wer sich regelmäßig und gründlich die Zähne putzt, beugt bereits Problemen wie Plaque vor. Loben Anbieter einen Schutz zum Beispiel gegen Plaque aber besonders aus, sollte auch ein entsprechender Wirkstoff enthalten sein. Die Tester prüften in der Liste der Inhaltsstoffe, ob über die normale zahnpflegende Wirkung der Pasten hinaus spezielle Wirkstoffe gekennzeichnet waren, für die eine unterstützende Wirkung wissenschaftlich belegt ist. Welche Produkte halten, was sie versprechen, zeigt die Testtabelle.
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