08.10.2009

Winterreifen: Fünf sind ausgerutscht

So finden Sie den passenden Reifen

  • Reifengröße. Die Größe des Reifens ist auf die Reifenflanke geprägt. Beispiel: 185/60 R14 T. Dieser Reifen ist 185 Milli­meter breit. Die 60 nach dem Schräg­strich zeigt das Verhältnis von Höhe zu Breite. Je kleiner die Zahl, desto flacher der Reifen. Kleine Zahlen sind typisch für Breitreifen. „R“ kodiert die Reifenbauart und steht für Radialreifen = Gürtelreifen. 14 ist der Felgen­durch­messer in Zoll. Der folgende Buch­stabe kodiert die Geschwindig­keits­klasse, T = zugelassen bis 190 km/h.
  • Fahr­zeug­schein. Im neuen Fahr­zeug­schein wird seit Oktober 2005 nur noch eine Reifengröße genannt. Im allgemeinen der kleinste für das Fahr­zeug zugelassene Sommerreifen. Beachten Sie die Bemerkungen und Ausnahmen im neuen Fahr­zeug­schein (Zeile 22). Dort können weitere zugelassene Reifengrößen verzeichnet sein.
  • Freigabe. Welche Reifen freigegeben sind, hängt von Motor­leistung, Fahr­zeuggewicht und Höchst­geschwindig­keit ab. Fragen Sie am besten Ihren Auto­hersteller, Ihre Vertrags­werk­statt oder Ihren Reifenhändler.
  • Kleinwagen. Die Reifengröße 185/60 R14 passt beispiels­weise zu VW Polo und Renault Clio.
  • Kompakt- bis Mittel­klasse. Die Reifengröße 205/55 R16 passt beispiels­weise zu Audi A4, BMW 3er, Opel Astra und VW Golf.
  • Konfigurator. Auswahl­programme im Internet helfen bei der Suche nach den richtigen Reifen. Continental, Good­year und Fulda bieten Konfiguratoren für ihr Reifen­programm. Nutzen Sie die Links im Kasten „Mehr Infos im Internet“.

Darauf sollten Sie achten

  • Geschwindig­keits­klasse. Schnelle Autos brauchen sicheren Halt. Achten Sie beim Reifenkauf auf die richtige Geschwindig­keits­klasse. Sie wird mit Groß­buch­staben bezeichnet. Folgende Klassen gibt es: Q: bis 160 km/h, S: bis 180 km/h, T: bis 190 km/h, H: bis 210 km/h, V: bis 240 km/h.
  • Bescheinigung. Sie fahren einen Reifen, der nicht im Fahr­zeug­schein verzeichnet ist? Dann bitten Sie den Reifenhändler oder den Fahr­zeug­hersteller um eine schriftliche Bestätigung, dass die montierten Reifen für Ihr Fahr­zeug und Ihre Motor­leistung zugelassen sind. Neuwagen werden seit Oktober 2005 mit einer so genannten COC-Bescheinigung geliefert. COC = Certification of Confor­mity. Bewahren Sie diese Bescheinigung im Auto auf. So beugen Sie Ärger bei Verkehrs­kontrollen vor.
  • Preise vergleichen. Ein guter Satz 185er-Winterreifen kann 184 oder auch 352 Euro kosten. Billigstes gutes Angebot im Test: Fulda Montero 3. Teuerstes Angebot: Good­year Ultra­Grip 7+. Vergleichen Sie die Preise bei verschiedenen Händ­lern. Fragen Sie nach Komplett­preisen mit Montage, Auswuchten, Ventil und Alt­reifen­entsorgung. Die Unterschiede sind groß.
  • DOT-Nummer. Reifen­gummi altert, auch wenn die Reifen nicht gefahren werden. Kaufen Sie deshalb möglichst neue Reifen: Die DOT-Nummer auf der Reifenflanke zeigt das Herstellungs­datum. Die Hersteller nennen Kalenderwoche und Jahr. Beispiel: DOT 1609. Dieser Reifen wurde in der 16. Kalenderwoche 2009 produziert. Achten Sie beim Kauf auf die DOT-Nummer der Reifen. DOT steht übrigens für Depart­ment of Trans­portation, die amerikanische Zulassungs­behörde.

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