Das Energielabel
Jede Waschmaschine muss im Geschäft mit einem Energieetikett versehen sein. Das informiert auf einen Blick über die wichtigsten technischen Daten. Hier lesen Sie, was die Zahlen bedeuten.
Testergebnisse für Waschmaschinen
In ganz Europa gleich
Seit mehr als zehn Jahren müssen Waschmaschinen einen Stromausweis mitführen. Er heißt EU-Label, Energielabel oder Energieetikett. Das europaweit einheitliche Etikett informiert über die wichtigsten technischen Daten. Es basiert auf Verordnungen der Europäischen Kommission. Sie gelten für alle EU-Mitglieder. Im Mittelpunkt stehen die jährlichen Verbrauchswerte für Strom und Wasser. Kunden sollen auf einen Blick erkennen, ob sie einen Sparfuchs oder einen Verschwender vor sich haben.
Von Grün bis Rot
Sieben Farbbalken kennzeichnen die Effizienzklassen von A bis G. A steht für ausgesprochen günstig, G für grottenschlecht. Die Farbskala reicht von Dunkelgrün für die sparsamsten Geräte bis Tiefrot für die absoluten Verschwender. In Deutschland werden nur noch A-Geräte verkauft.
Am besten A mit drei Plus
Die beste Energie-Effizienzklasse bei Waschmaschinen ist seit Anfang 2012 das A+++. Um das A mit den drei Pluszeichen zu erreichen, muss der jährliche Stromverbrauch etwa 20 bis 40 Kilowattstunden weniger betragen als bei einem Gerät mit der Effizienzklasse A. Ermittelt werden die Werte in den Standardwaschprogrammen 40-Grad-Baumwolle und 60-Grad-Baumwolle. Diese Energiesparprogramme waschen am günstigsten. Waschtrockner haben noch ein altes Energielabel. Hier ist die beste Effizienzklasse ein A.
220 Wäschen im Jahr
Der jährliche Wasser- und Stromverbrauch berechnet sich auf Basis von 220 Waschgängen im Jahr mit unterschiedlichen Füllmengen. Die maximale Beladung bezieht sich auf die Waschprogramme 40- und 60-Grad-Baumwolle. Die Schleuderwirkung gibt an, wie viel Restfeuchte in der Wäsche verbleibt. Den Lärmpegel beim Waschen und Schleudern gibt das Label in Dezibel an. Früher stand auf dem Label auch noch die Waschwirkungsklasse. Das aktuelle Energielabel verzichtet darauf. Seit Anfang 2012 sind nur noch Waschmaschinen mit mindestens Klasse A in der Waschwirkung erlaubt.
Wie die Werte zustande kommen
Die Label-Verordnungen aus Brüssel schreiben Normprüfungen und Rechenformeln vor. Damit müssen die Gerätehersteller arbeiten. Auch die Stiftung Warentest benutzt die Vorgaben häufig bei den Tests. Wie viel die einzelne Waschmaschine im Alltag tatsächlich verbraucht oder wie laut sie ist, hängt aber stark von der individuellen Nutzung ab.
Ohne Label kein Werbung
Das Label muss im Geschäft gut sichtbar außen am Gerät kleben. Es reicht nicht, es einfach in die Gebrauchsanleitung oder in die Trommel zu legen. Ohne Labelklasse dürfen Händler auch nicht für die Waschmaschine werben. Ob Prospekte, Anzeigen, Onlineshops: Wenn Preis oder technische Infos beim Produkt stehen, muss auch die Effizienzklasse dabeistehen.
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