Kauftipps
Auch wenn die Zeit drängt: Spontankäufe sind gerade bei Waschmaschinen und Waschtrockner riskant. Schließlich soll das neue Gerät viele Jahre treue Dienste tun. Hier lesen Sie, wie Sie Fehlkäufe vermeiden.
Testergebnisse für Waschmaschinen
Fragen stellen. Kaufen Sie gezielt nach Ihren Bedürfnissen. Besuchen Sie mehrere Geschäfte. Erkunden Sie Angebote und Preise. Fragen Sie nach Liefer- und Anschlusskosten. Nimmt der Händler die alte Waschmaschine kostenlos mit? Schließt er die neue an? Wie hoch sind die Verbrauchswerte? Wie wichtig sind Lautstärke, Programmvielfalt und Ausstattungsmerkmale?
Verbrauchswerte vergleichen. Nicht nur für die Umwelt, auch für das eigene Portemonnaie sind niedrige Verbrauchswerte wichtig. Die Maschine soll schließlich die nächsten Jahre klaglos waschen und das mit möglichst wenig Strom und Wasser. Damit bei steigenden Tarifen der Versorgungsunternehmen die Betriebskosten kalkulierbar bleiben. Das Energieetikett weist einen modellhaften Jahresverbrauch aus, mit dem Sie mehrere Geräte untereinander vergleichen können. Wollen Sie die Verbräuche in dem von Ihnen besonders oft benutzten Programm wissen, müssen Sie in die Gebrauchsanleitung schauen oder den Anbieter fragen.
Überschwemmungen vorbeugen. Soll die Waschmaschine in der Etagenwohnung stehen, ist Rundumschutz vor Wasserschäden Pflicht. Die meisten Maschinen sichern alle möglichen Risiken ab: undichter Wasserzulaufschlauch, defekte Ventile und Schalter, undichter Bottich. Bei billigen Modellen ist das nicht selbstverständlich. Manchmal fehlt die Bodenwanne mit Warnmelder. Bei undichtem Laugenbehälter, weil etwa Gummidichtungen oder Schläuche mit der Zeit porös werden, sprudelt alles Wasser aus der Maschine heraus. Im Keller oder in der Waschküche mit Bodenablauf macht das nicht viel aus. Läuft das Wasser aber beim Nachbar durch die Decke, drohen schlimme Folgen.
Lautstärke berücksichtigen. Gerade beim Schleudern können manche Maschinen richtig nerven. Sie sind laut. Im Keller oder Hauswirtschaftsraum stört das kaum. In der Küche oder im Bad sehr wohl. Achten Sie auf den Lärmpegel. Auf dem Energieetikett ist seit Anfang 2012 auch die Lautstärke beim Waschen und Schleudern angegeben.
Waschprogramme prüfen. Zu den Grundprogrammen, die jede Waschmaschine bietet, zählen Koch- und Buntwäsche, Pflegeleicht-, Fein- und Wollprogramme. Darüber hinaus gibt es jede Menge Sonderprogramme, die eine Maschine verteuern können. Welche Sie brauchen, richtet sich nach Ihren Textilien und nach Ihren Gewohnheiten. Sportmuffel benötigen kein Extra-Programm für Turnschuhe, Stubenhocker kein Imprägnierprogramm für Outdoorbekleidung.
Extras auswählen. Manche Extras erleichtern den Waschtag, mache sind überflüssig. Vieles ist individuell. Sinnvoll sind: freie Wahl von Temperatur und Schleuderdrehzahl, Extra-Spülgang, Spül-Stopp, Startzeit-Vorwahl und Anzeige der Restlaufzeit. Steht die Waschmaschine in Hörweite, hilft ein Signalton bei Programmende.
Mit dem Waschtrockner Platz sparen. Sie waschen und trocknen in einem Gerät – in engen Wohnungen oft die einzige Möglichkeit, Wäsche elektrisch zu trocknen. Das hat auch Nachteile: Beim Waschen oder Trocknen ist die jeweils andere Funktion blockiert, was Zeit kostet. Außerdem lässt sich weniger Wäsche trocknen als waschen. Geht eine Funktion defekt, steht auch die andere nicht zur Verfügung. Waschtrocknen in einem Durchgang braucht mehrere Stunden.
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