WLan-Router für ADSL-, VDSL- und Kabelinternetanschlüsse im Test – und in allen drei Gruppen liegen Fritz!Boxen von AVM vorn. Sie locken mit besonders vielen Zusatzfunktionen und sind am besten zu handhaben. Einige andere Geräte verwirren mit komplizierter Bedienung oder schwächeln bei der WLan-Sicherheit.
Router 03/2012 - Für ADSL-Anschlüsse
- AVM Fritz!Box Fon WLan 7330
- Belkin Surf N300
- D-Link DSL-2741B
- Netgear DGN3500B
- O2 / Alice IAD WLan4421
- Sitecom WL-367
- Vodafone EasyBox 803
Router 03/2012 - Für ADSL- und VDSL-Anschlüsse
- AVM Fritz!Box Fon WLan 7390
- DrayTek Vigor2850Vn
- Telekom Speedport W 921V
Router 03/2012 - Für Kabel-Internetanschlüsse
- Kabel Deutschland / AVM Fritz!Box 6360 Cable
- Kabel Deutschland / Modem Cisco EPC3212 und Router D-Link DIR-615
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Schaltzentrale im Heimnetzwerk
Insgesamt 12 WLan-Router zwischen 40 und 260 Euro haben sich die Tester vorgenommen – davon sieben mit ADSL-Modem, drei mit ADSL- und VDSL-Modem und exemplarisch zwei mit Kabelmodem. Aus gutem Grund: Router leisten immer mehr im Haushalt: Sie vernetzen all die Computer, Smartphones und zunehmend auch netzwerkfähige Fernseher und Internetradios miteinander. Und sie verbinden sie mit einem gemeinsamen Internetzugang. Viele moderne Router für den Heimeinsatz können sogar noch mehr: Etliche der Geräte im Test binden auch USB-Drucker oder USB-Speicher ins Netzwerk ein. So können alle im Haus auf einen gemeinsamen Drucker zugreifen – oder auf eine zentrale Sammlung von Musik-, Bildern- und Videodateien.
Günstige Alternativen mit weniger Ausstattung
Einige Geräte haben zudem mehr oder minder umfangreiche Telefonfunktionen. Die fallen recht unterschiedlich aus: Die Geräte von Kabel Deutschland und O2/Alice zum Beispiel unterstützen nur Telefonanschlüsse des jeweiligen Netzbetreibers. Andere verwalten dagegen beliebige Festnetz- und Internet-Telefonanschlüsse. Der Test zeigt: Insgesamt sind die Fritz!Boxen von AVM am vielseitigsten. Allerdings: Wer seinen Bedarf kennt und Abstriche bei der Ausstattung in Kauf nehmen mag, kann auch getrost zu Konkurrenzprodukten greifen. So gibt es Router, die etwas weniger bieten als die Testsieger, dafür aber auch bereits für ein Drittel des Testsiegerpreises zu haben sind.
Stärken und Schwächen bei der Handhabung
Alle Funktionen eines Routers muss der Nutzer erst einmal einrichten. Manche Anbieter legen ihren Geräten hierfür spezielle Installations-Programme auf CD bei. Doch die laufen oft nur auf Windows-Rechnern – und sind eigentlich unnötig. Denn alle Router lassen sich auch von jedem angeschlossenen Rechner über den Webbrowser bedienen. Dabei zeigen sich im Test allerdings erhebliche Unterschiede: Die Fritz!Boxen lassen sich am besten handhaben, aber auch der Telekom-Router überzeugt bei Menü und Bedienung. Ganz anders das Gerät von DrayTek: Sein Bedienmenü ist komplett in Englisch gehalten. Hier dürften selbst Nutzer mit guten Englischkenntnissen ihre Schwierigkeiten bekommen angesichts des Wirrwarrs an Einstellmöglichkeiten.
Drahtlos vernetzen per WLan
Die Funknetz-Technik WLan erspart lästige Verkabelung. Alle Geräte im Test unterstützen den aktuellen Funkstandard IEEE 802.11n. Er bietet schnellere und stabilere Verbindungen als der Vorgänger 802.11g. Vier der teureren Geräte unterstützen auch das neu hinzugekommene Frequenzband um 5 Gigahertz. Vorteil gegenüber herkömmlichen 2,4-Gigahertz-WLans: Das neue Frequenzband ist noch nicht so verstopft und daher weniger störanfällig. Allerdings wird es auch noch längst nicht von allen Endgeräten unterstützt. Das aktuelle iPhone 4S kann zum Beispiel mit 5-Gigahertz-WLan noch nichts anfangen. Daher ist die neue Technik für die meisten Anwender derzeit nur dann interessant, wenn der Router beide Bänder parallel betreiben kann. Das leisten nur die VDSL-Router von AVM und Telekom.
Patzer bei der WLan-Sicherheit
Wer ein WLan-Funktnetz betreibt, muss es unbedingt sicher verschlüsseln. Denn wenn Unbefugte ein ungesichertes WLan und den angeschlossenen Internetzugang für kriminelle Zwecke missbrauchen, kann der WLan-Betreiber dafür haftbar gemacht werden. Bei den meisten Routern im Test ist das kein Problem: Sie kommen ab Werk mit sicherer Verschlüsselung. Einige andere leiten den Nutzer bei der Erstinstallation über den Webbrowser automatisch durch die nötigen Schritte. Doch drei Geräte von D-Link und Netgear führen den Nutzer nur dann automatisch zu den nötigen Sicherheitseinstellungen, wenn er sie über eine mitgelieferte Installations-CD einrichtet. Wer die Geräte dagegen wie meist üblich über den Webbrowser einrichtet, muss selbst auf die Idee kommen, auch das Funknetz zu verschlüsseln. Sonst starten die Router unverschlüsselt. Für unbedarfte Nutzer kann das ein erhebliches Sicherheitsrisiko sein.
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