20.07.2010

Versicherung­scheck für Familien: Plus für die Familien­kasse

Versicherungscheck für Familien Test

Mit der Wahl der richtigen Versicherungs­verträge können Familien Jahr für Jahr viele hundert Euro sparen. Es lohnt sich, den Versicherungs­schutz von Zeit zu Zeit zu über­prüfen, nach güns­tigen Verträgen zu suchen und sich von unnötigen und zu teuren Policen rigoros zu trennen. Der Versicherungs-Check von Finanztest hilft dabei.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuel­leren Test: Versicherungs-Check.

Viele hundert Euro sparen

Wie viel Familien sparen können, ohne auf wichtigen Schutz zu verzichten, wird an zwei realen Beispielen deutlich: Familie Nelke weiß am Ende des Versicherungs-Checks, dass sie sich von ihren Gesamt­ausgaben von rund 10 850 Euro für fünf Menschen fast 900 Euro sparen kann. Familie Hiller könnte in Zukunft rund 500 Euro weniger für Versicherungen für vier Personen ausgeben, bisher sind es etwa 4 600 Euro. Sie hatte mehrere Risiken gleich doppelt versichert. Das ist leider kein Einzel­fall: Von Jahr zu Jahr geben Menschen in Deutsch­land mehr Geld für private Versicherungen aus – 2009 insgesamt 150,5 Milliarden Euro. Umge­rechnet auf jeden Einwohner, vom Baby bis zum Greis, waren das 1 835 Euro. Das sind 451 Euro mehr als 2004. Finanztest erläutert, was wirk­lich nötig ist.

Der Basis­schutz

Private Haftpflichtversicherung. Ein absolutes Muss für alle. Die Versicherungs­summe sollte mindestens 3 Millionen Euro pauschal für Personen- und Sach­schäden betragen. Sie zahlt, wenn der Versicherte einen anderen schädigt. Wenn Vater und Mutter je einen Vertrag haben, ist das jedoch einer zu viel. Eine Familie benötigt nur eine Police. Sie schützt alle Familien­mitglieder. Die jüngere Police lässt sich ohne Frist kündigen. Sehr gute Angebote für Familien gibt es bereits ab 62 Euro.

Risikolebensversicherung. Für Eltern sehr empfehlens­wert. Sie ist der güns­tigste Hinterbliebenen­schutz für Kinder, Ehepartner oder Lebens­partner. Wenn Vater oder Mutter etwas zustößt, zahlt der Versicherer die Versicherungs­summe an den im Vertrag genannten Hinterbliebenen aus.

Auslandsreise-Krankenversicherung. Für Auslands­urlauber wichtig. Denn die gesetzlichen Kassen über­nehmen im EU-Ausland nur die Kosten für die ambulante und stationäre Notfall­behand­lung vor Ort. Den Rück­flug eines Kranken bezahlen sie nie. Schon deshalb ist der Auslands­reisekranken­schutz für Familien sehr zu empfehlen. Er ist günstig: rund 20 Euro pro Jahr.

Schutz fürs Auto

Autoversicherung. Ist nötig für die "Familien­kutsche". Die Kfz-Haft­pflicht muss jeder Halter eines Autos abschließen. Sie über­nimmt die Schäden des Unfall­gegners und der Mitfahrer im eigenen Fahr­zeug. Eine Teilkasko­versicherung ist zwar nicht Pflicht, oft aber ein nützlicher Zusatz­schutz. Sie zahlt etwa bei Diebstahl und Schäden am eigenen Auto durch Unwetter. Die Voll­kasko ersetzt zudem selbst verschuldete Schäden am eigenen Auto und Schäden durch Vandalismus. Für Halter mit Kindern gibt es oft Rabatt, denn sie fahren laut Statistik vorsichtiger.

Schutz bei Krankheit

Kranken­versicherung. Ist gesetzlich vorgeschrieben. Wer mehr verdient als 49 950 Euro im Jahr, kann wählen, ob er sich gesetzlich oder privat kranken­versichert. Im Gegen­satz zur gesetzlichen sind in der privaten Kranken­versicherung Kinder und Ehepartner ohne eigenes Einkommen nicht beitrags­frei mitversichert. Für jedes Familien­mitglied muss Beitrag bezahlt werden.
Produktfinder Gesetzliche Krankenkassen

Schutz bei Invalidität und Tod

Berufsunfähigkeitsversicherung. Hilft, wenn ein Eltern­teil so krank wird, dass Arbeiten unmöglich wird. Sie zahlt eine monatliche Rente, wenn der Versicherte seinen Beruf dauer­haft nicht mehr ausüben kann. Verträge mit „sehr guten“ Bedingungen gibt es für 30-jährige Frauen ab 882 Euro im Jahr. Kunden, die älter sind als 40 Jahre, haben es schwer, einen bezahl­baren Vertrag zu bekommen. Denn mit zunehmendem Alter steigt das Krank­heits­risiko und damit auch das Risiko für die Versicherungs­gesell­schaft.

Unfallversicherung. Ist eine Alternative, wenn ein Kunde keine bezahl­bare Berufs­unfähigkeits­versicherung bekommt. Sie zahlt einen Geld­betrag, wenn der Versicherte nach einem Unfall dauer­hafte gesund­heitliche Schäden erleidet.

Kinder-Invaliditätsversicherung. Bietet umfassenden Schutz für Kinder. Sie zahlt, wenn das Kind durch einen Unfall oder eine Krankheit schwerbehindert wird. Je nach Alter des Kindes und Leistungs­umfang kostet sie zwischen 200 und 490 Euro im Jahr.

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