08.01.2013

Unister GmbH: Daten­leck bei Tochterfirma „Urlaubs­tours“

Unister GmbH Meldung

Bei der Unister-Firma „Urlaubs­tours“ hat es ein Daten­leck gegeben. Flugrouten und Namen von Passagieren waren online einzusehen. Unister hat alle Ryanair-Produkte vom Markt genommen und ändert sein Buchungs­system. Ryanair rät Kunden, Flüge nur über die Seiten der Flug­linien zu buchen. Laut Ryanair hat Unister die Flüge der Billig­linie ohne Einwilligung angeboten.

Daten­probleme bei „Urlaubs­tours“

Bei der Unister-Tochterfirma „Urlaubs­tours“ hat es vergangene Woche ein Daten­problem gegeben. Betroffen waren Personen, die Ryanair-Flüge gebucht haben. Alle Buchungen wurden über ein einziges Kunden­konto getätigt, dem eine stets gleich­bleibende E-Mail-Adresse zugeteilt wurde. Somit konnte jeder, der diese E-Mail-Adresse und einen Buchung­scode hatte, auch die Namen und Flugrouten anderer Reisender einsehen. Noch ist nicht klar, inner­halb welchen Buchungs­zeitraums das Daten­problem aufgetaucht ist. „Urlaubs­tours“ hat die Produkte mit Ryanair-Flügen vom Markt genommen und sein Reser­vierungs­system geändert: „Wir haben das Daten­leck für bestehende und künftige Flüge ausgeschlossen, indem wir individuelle Codes pro Reisenden vergeben“, sagte Unister-Sprecher Konstantin Korosides gegen­über test.de.

Ryanair-Flüge ohne Einwilligung der Flug­linie verkauft

Ryanair gab inzwischen bekannt, dass „Urlaubs­tours“ ohne Erlaubnis Flüge der Billig­linie angeboten habe. „Dies ist kein Einzel­fall und bezieht sich auch nicht nur auf Unister, es passiert immer wieder“, sagt Ryanair-Sprecherin Henrike Schmidt. „Wir raten den Kunden die Buchungen über die Flug­linie selbst zu tätigen“, so Schmidt. Die gebuchten Flüge über den Unister-Reise­ver­anstalter seien aber nach wie vor gültig.

Internetflüge billig buchen

Zahlreiche Tipps für die Online-Suche nach güns­tigen Flügen gibt es im Test Flugbuchung im Internet. Hier hat Ryanair übrigens nicht besonders gut abge­schnitten: Die irische Billiga­irline wirbt mit Tickets ab 10 Euro, kassiert aber vor allem für Gepäck kräftig ab. So kostet ein 15-Kilogramm-Koffer, wenn er am Flughafen aufgegeben wird, je nach Reise­zeit zwischen üppigen 60 und 120 Euro. Reisende sollten am besten direkt bei der jeweiligen Air­line prüfen, welche Zusatz­kosten hinzukommen.

Kunden verärgert über Preis­angaben

In der Vergangenheit hatten Portale von Unister auch aus anderen Gründen für Ärger gesorgt. So warnte Finanztest Nutzer des Portals fluege.de, da aufgrund von Voreinstel­lungen im System der zunächst ange­zeigte Preis einer Reise am Ende über Gebühren und Steuern teurer als erwartet ausfallen könne (zum Test Flugbuchung im Internet). Zahlreiche Kunden haben sich bereits in Leser­briefen und Kommentaren auf test.de über das Gebaren von fluege.de beschwert. Auch im jüngsten Test von Internetreiseportalen war ein Angebot der Unister GmbH vertreten (Test Reiseportale im Internet). Das Portal ab-in-den-urlaub.de schnitt mit einem Ausreichend nur schwach ab. Schließ­lich sorgte auch immer wieder die Werbung mit Testsiegeln für Ärger. Gerichtlich untersagt wurde der Unister GmbH, mit dem Siegel des Vereins VBS Verbraucher­schutz zu werben. Und auch die Werbung mit dem Holidaytest-Siegel verbot ein Gericht, da die Werbung irreführend sei.

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