24.05.2005

Unfallversicherung: Au weia ...

Tipps

  • Bedarf. Wichtiger als eine Unfallversicherung ist eine ausreichend hohe Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Wenn Sie wegen Vorerkrankungen oder wie Hausfrauen und Kinder keine solche Versicherung bekommen, ist eine Unfallversicherung sinnvoll. Hinzu kommt: Eine Unfallversicherung zahlt bei Invalidität auch dann, wenn sie nicht gleichzeitig auch zu einer Berufsunfähigkeit führt.
  • Rabatt. Bei vielen Versicherungen bekommen Sie Rabatt, wenn Sie Policen für die ganze Familie abschließen. Bis zu 30 Prozent Preisnachlass sind drin. Auch etwas über Vereine angebotene Gruppenversicherungsverträge sind oft günstig. Prüfen Sie jedoch, ob der Versicherungsschutz hoch genug ist.
  • Wechsel. Sie können Ihren Unfallversicherungsvertrag in der Regel bis drei Monate vor Ablauf des Versicherungsjahrs kündigen.
  • Vergleichbarkeit. Wenn Sie eine neue Unfallversicherung abschließen, wählen Sie eine Police mit möglichst gutem Finanztest-Qualitätsurteil. Einige Versicherungen wie Aachener & Münchener, die Allianz, Axa, Hamburg-Mannheimer, Victoria und WWK haben sich geweigert, am Vergleich teilzunehmen. Unternehmen, die den Finanztest-Vergleich scheuen, sollten Sie meiden.

Check für vorhandene Policen

In vielen Fällen lohnt der Wechsel der Unfallversicherung. So prüfen Sie Ihre Police:

  • Geltung. Kündigen Sie Versicherungsverträge, die nur für Unfälle in der Freizeit oder beim Autofahren zahlen. Der eingeschränkte Schutz ist ungünstig. Optimal sind weltweit und rund um die Uhr gültige Verträge.
  • Versicherungssumme. Schließen Sie einen Vertrag mit einer Versicherungssumme von mindestens 100 000 Euro ab. Einen Vertrag mit weniger Sicherheit sollten sie entweder erhöhen oder kündigen.
  • Progression. Schließen Sie einen Vertrag mit hoher Progression ab. Progression bedeutet: Sie bekommen bei hoher Invalidität mehr Geld. Häufig sind Verträge mit „P350“ oder „P500“. Sie zahlen bei 100 Prozent Invalidität 350 beziehungsweise 500 Prozent der Versicherungssumme. Bei einer 100 000 Euro-Unfallversicherung bekommen Sie bei einem solchen Tarif bei voller Invalidität 350 000 beziehungsweise 500 000 Euro. Solche Verträge haben das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis. Kündigen Sie, wenn Ihr Vertrag keine Progression aufweist. Liegt die Progression bei P300 oder geringer, fragen Sie, ob sich die Progression erhöhen lässt. Falls nicht, kündigen Sie. Problematisch sind auch Mehrleistungstarife. Bei ihnen steigt die Leistung in Stufen. Dadurch können Sie zum Beispiel bei 50 Prozent Invalidität gegenüber 49 Prozent die doppelte oder sogar dreifache Entschädigung erhalten. In Grenzfällen droht Streit mit der Versicherung.
  • Beitrag. Wenn Sie bei einem Tarif mit Progression 350 oder 500 als Mann in der hohen Gefahrengruppe mehr als 250 Euro, als Frau, Büroangestellter oder ähnlich risikoarm Beschäftigter mehr als 150 Euro und für Kinder mehr als 100 Euro pro Jahr bei einer Versicherungssumme von 100 000 Euro zahlen, sollten Sie zu einer möglichst guten Police aus dem Finanztest-Vergleich wechseln.
  • Alle Ergebnisse. Alle Informationen zum großen Finanztest-Vergleich finden Sie in Finanztest 6/2005 oder online komplett und interaktiv.
Lesen Sie auf der nächsten Seite: Tabelle: Ergebnisse kompakt

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