Extras: Komfort teuer bezahlt
Wir haben im Test drei Spezialräder mitlaufen lassen, um einmal nachzuprüfen, was teure Extras bringen.
Scheibenbremsen
Räder mit Scheibenbremsen werden als besonders sicher beworben. Wir hatten ein Modell mit hydraulischer Scheibenbremse vorn und hinten im Praxistest. Die Shimano-Deore-Bremse war mit der Hydraulik sehr gut dosierbar und verzögerte – nach einer gewissen Einfahrzeit – optimal. Das muss nicht zwangsläufig so sein, wie sich beispielsweise an der (mechanischen) Vorderrad-Scheibenbremse des bei Plus als Aktionsware für 199 Euro vertriebenen Trekkingrades zeigte. Im Übrigen gibt es normalerweise mit modernen V-Bremsen relativ selten Bremsprobleme. (Scheibenbremsen geprüft am Trekkingrad VSF T 800, Preis 1 300 Euro.)
14-Gang-Nabe
Die Nabenschaltung mit 14 Gängen von Rohloff hat bei manchem Radler Kultstatus. In einer Fahrradnabe so viele Gänge unterzubringen ist auch ein kleines Kunststück. Unser Dämpfer: Beim Schalten unter Belastung kam es öfter zu Problemen, da einige Gänge übersprungen wurden, was am Berg zum plötzlichen Absteigen führen kann. Außerdem unangenehmes Geräusch bis hoch zum siebten Gang. (Rohloff-Nabe geprüft am Göricke Rohloff, Preis 2 000 Euro.)
Vollfederung
Das geprüfte sportliche Trekkingrad hatte eine eingebaute Hinterradschwinge zur besseren Federung (MDI LRS Federbein). Die mit dämpfendem Lockout-System ausgestatteten Federelemente sprachen sehr gut an und verhinderten das sonst so gefürchtete Aufschaukeln. Die Vollfederung kombiniert mit einem verwindungssteifen Rahmen erlaubte eine gute Übertragung der Kraft auch beim Bergauffahren. (Geprüft am Merida Freeway LRS 1500, Preis 1 350 Euro.)
Dieser Artikel ist hilfreich. Nutzer finden das hilfreich.
Schreiben Sie bitte einen Kommentar
Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen.
Jetzt einloggen oder Neu registrieren.
Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice

Kommentare (1)
weitere Kommentare anzeigen