Timesharing: Die Masche läuft und läuft

Timesharing Meldung
Urlaub in der Zwangsjacke: Timesharing ist unflexibler und oft teurer als ein Pauschalurlaub.

finanztest 08/2003

Dubiose Timesharing-Angebote laufen gut. Den Opfern werden Wohnrechte an Ferienwohnungen in oft aggressiven Verkaufsgesprächen angedreht. Doch häufig sind die Wohnrechte teurer als vergleichbare Pauschalreisen. Und in Verträgen lauern mitunter Fallstricke.

So bietet etwa die Firma Platinum Holidays (Gran Canaria) für 4 900 Euro Verträge mit 35 Monaten Laufzeit an. Dafür gibt es laut Vertrag „die Nutzung von Unterkünften in hochwertigen Ferienanlagen zu ermäßigten Preisen“.

Im Klartext: Es kommen noch Kosten in unbestimmter Höhe drauf. Den Anspruch auf Wohnrechte in einer bestimmten Zeit haben Kunden nicht.

Der Widerruf eines solchen Vertrags ist oft unmöglich, da das gesetzliche Widerrufsrecht nur für Verträge ab 36 Monaten Laufzeit gilt. So laufen viele Angebote nur 35 Monate. Wer seine Wohnrechte verkaufen will, dem droht die Abzocke durch „Interessenvereinigungen“. Sie versprechen Hilfe gegen Vorkasse – und melden sich nie wieder.

Tipp: Die Europäische Verbraucherzentrale Kiel informiert in zwei Broschüren (Tel. 04 31/9 71 93 50, www.evz.de).

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