In Deutschland gibt es keine Impfpflicht – und vieles abzuwägen. Allein für Kinder werden derzeit 13 Standardimpfungen empfohlen. Das Themenpaket Impfen der Stiftung Warentest klärt, welche Impfungen für Kinder, Erwachsene und Reisende sinnvoll sind. Dazu enthält es Impfkalender für Kinder und Erwachsene, Fragen und Antworten aus dem Experten-Chat, Infos, welche Krankenkassen Kosten für Reiseimpfungen übernehmen, und die Auswertung der Umfrage Impfen mit mehr als 10 000 Teilnehmern.
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Heftige Kontroversen
Impfen oder nicht impfen? Das steht jedem frei. In Deutschland gibt es keine Impfpflicht, und unter Ärzten wie Patienten laufen seit Langem emotionale und hitzige Debatten zum Thema. Befürworter halten Impfungen für eine wichtige Waffe gegen Infektionskrankheiten. Kritiker zweifeln an der Wirksamkeit und Verträglichkeit. Beide Seiten stehen einander unversöhnlich gegenüber und dazwischen jene, die Nutzen und Risiken der einzelnen Schutzimpfungen ausgewogen diskutieren möchten. Viele Verbraucher fühlen sich von den Kontroversen verunsichert.
Sinnvoller Schutz für Kinder, Erwachsene und Reisende
Die Stiftung Warentest möchte Klarheit schaffen. Deshalb hat ein Expertenkreis aktuelle Daten ausgewertet und daraus abgeleitet, welche Impfungen für Kinder, Erwachsene und Reisende sinnvoll sind. Dabei ging es um die Wirksamkeit und Sicherheit der Impfungen – und um die Risiken der zugehörigen Krankheiten. Die Ergebnisse sind als dreiteilige Serie in test erschienen. Alle drei Teile der Serie Impfen sowie viele Zusatzinfos hat die Stiftung Warentest nun für Sie im Themenpaket Impfen (PDF, 36 Seiten) zusammengestellt:
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Nebenwirkungen von Impfungen melden
Nach Veröffentlichung der Impfserie ist etwas Wichtiges passiert: Verbraucher können mögliche Nebenwirkungen von Impfstoffen – und auch von Medikamenten – ab sofort direkt bei den zuständigen Behörden melden. Dazu entwickelten das Paul-Ehrlich-Institut (Pei) für Impfstoffe und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (Bfarm) ein Internetportal. Es ging Anfang Oktober in die Testphase – und steht seither allen offen. Hier können Verbraucher ein spezielles Meldeformular online ausfüllen und absenden. Dazu müssen sie Kontaktdaten angeben, die die Behörden vertraulich behandeln. Hintergrund des Portals ist eine neue EU-Richtlinie zur besseren Arzneimittelsicherheit. Bisher meldeten vor allem Ärzte, Apotheker und Pharmafirmen Nebenwirkungen. Wenn sich auch Patienten beteiligen, erhalten die Behörden mehr und aussagekräftigere Daten. Das wiederum kann zum Beispiel Aufschluss liefern über bisher unbekannte Nebenwirkungen – und den Schutz der Patienten verbessern.
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