Telefonterror: Rufnummern stillgelegt

Telefonterror Meldung

test 11/2009

70 Anrufe am Tag? Jedesmal zum Telefon geflitzt und nie war jemand dran? Da spinnt nicht der Apparat, sondern irgendein dreistes Callcenter. Viele dieser Werbefirmen nutzen „Predictive Dialer“. Das sind Programme, die – während der Mitarbeiter noch mit anderen unfreiwillig Angerufenen spricht – selbstständig schon mal Dutzende weitere Anschlüsse anwählen. Oft kommt es dann vor, dass dort ein Verbraucher abnimmt, obwohl im Callcenter noch gar kein Mitarbeiter frei ist. Dann legt das Programm automatisch auf.

„Seit einigen Monaten nehmen die Beschwerden über belästigende Telefonanrufe massiv zu“, berichtet Cord Lüdemann, Sprecher der Bundesnetzagentur. Sie hat nun sieben Callcenter-Rufnummern gesperrt. Da die Firmen aber in aller Regel zahlreiche weitere Nummern haben, bedeutet das allenfalls eine Beeinträchtigung ihres Geschäftsbetriebs. Weil so viele andere Beschwerden vorliegen, ermittelt die Netzagentur auch gegen weitere Werbefirmen.

Tipps: Werbeanrufe ohne Einverständnis des Kunden sind verboten. Die Rufnummernübertragung darf nicht abgeschaltet werden. Wer sich belästigt fühlt, kann Verstöße anzeigen bei der Bundesnetzagentur (PDF-Dokument).

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