Systemkamera Olympus Pen E-P1: Ohne Sucher

test 03/2010

Im Herbst 2008 sorgten Olympus und Panasonic mit einem Kamerasystem für Furore: dem Micro Four Thirds. Diese Kameras haben große Bildsensoren und Wechselobjektive wie Spiegelreflexkameras, aber keine platzraubende Spiegeloptik. Die neue Olympus Pen E-P1 ist noch reduzierter.

Bildausschnitt über Kameradisplay

Die erste Micro-Four-Thirds-Kamera, die Panasonic Lumix G1, bot statt Spiegeloptik einen elektronischen Sucher. Die Olympus Pen E-P1 ist noch reduzierter: Sie verzichtet auf einen Sucher, der Bildausschnitt wird über das Kameradisplay bestimmt. Auch ein Blitzlicht fehlt. Damit ist die Pen noch kompakter.

Bildqualität akzeptabel

Die Pen-Kamera erreicht in der Bildqualität akzeptables Niveau. Der Bildstabilisator der funktioniert jedoch nicht gut, der langsame Autofokus führt zu recht langen Auslöseverzögerungen.

Technik macht Schule

Das Beispiel der Pen E-P1 macht Schu­le: Panasonic hat mit der Lumix GF1 inzwischen ebenfalls eine Micro-Four-Thirds-Kamera ohne Sucher im Programm – den gibt es als Extra zum Aufstecken. Auch für die ganz neue Olympus Pen E-P2 ist ein elektroni­scher Aufstecksucher er­hältlich. Der löst höher auf als der der GF1. Sonst gleicht die E-P2 weitgehend der E-P1. Samsung hat gerade ein entsprechendes eigenes System vorgestellt: mit größerem Bildsensor als bei Micro Four Thirds.

test-Kommentar

Die Pen-Kamera liefert bei kompakter Form akzeptable Bilder. Bildstabilisator und Aus­löse­verzögerung überzeugen weniger.

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