21.02.2013

Strom­tarif­rechner: Kein Vergleichs­portal ist gut

Stromtarifrechner Test

Vergleichs­portale im Internet sind für die meisten Verbraucher erste Adresse bei der Suche nach einem neuen Strom­tarif. Mit den Tarif­rechnern lassen sich kostenlos Angebote heraus­filtern – sortiert nach Post­leitzahl und voraus­sicht­lichem Strom­verbrauch. Oft ist über das Portal auch der direkte Wechsel zum neuen Anbieter möglich. Doch besonders hilf­reich sind die Strom­tarif­rechner für unbe­darfte Nutzer nicht. test hat zehn Vergleichs­portale geprüft. Keines ist gut.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuel­leren Test: Strompreise.

Vergleichsportale für Stromtarife 03/2013 - Mit kosten­freier Wechsel­möglich­keit

  • check24.de 
  • preis­ver­gleich.de/strom 
  • prizewize.de 
  • stromtipp.de 
  • top­tarif.de 
  • verivox.de 
  • wer-ist-bil­liger.de 

Vergleichsportale für Stromtarife 03/2013 - Mit kosten­pflichtiger Wechsel­möglich­keit

  • hauspilot.de 

Vergleichsportale für Stromtarife 03/2013 - Ohne Wechsel­möglich­keit

  • ener­gie­ver­braucherportal.de 
  • strom­tarife.de 

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Test Strom­tarif­rechner test 03/2013
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Vorn landen oft Tarife mit unfairen Bedingungen

Richtige Preise und aktuelle Tarife liefern die meisten. Daran liegt es nicht. Problematisch sind die voreinge­stellten Such­opti­o­nen. Die Portale wählen die Filter oft so, dass auf den vorde­ren Plätzen der Ergeb­nislisten über­wiegend verbraucher­unfreund­li­che Angebote landen. Sie bieten oft unfaire Vertrags­bedingungen wie etwa Vorkasse, Paket­tarife und lange Anschluss­lauf­zeiten. Oder der Verbraucher sieht sich schon bald zu einem erneuten Wechsel gezwungen, wenn der Anbieter die Preise erhöht. Viele Portale haben zudem Mängel bei den fachlichen Informationen zu den Tarifen und bei der Trans­parenz der Tarifdar­stellung. Am Ende sind fünf der getesteten Portale befriedigend, vier ausreichend und eines ist gar mangelhaft.

Die Fall­stricke im Tarifd­schungel

Kein Portal ist ein verläss­licher Partner für Verbraucher, die unbe­darft nach einem güns­tigen und fairen Strom­tarif suchen wollen. Meist muss der Suchende Häkchen weg- oder hinzukli­cken, unver­ständliche Erklärungen lesen und teil­weise erst einmal finden. Kurz: Der Verbraucher muss hell­wach sein und die Augen offenhalten. Am besten, er weiß bereits vor der Suche über mögliche Fall­stricke im Tarifd­schungel Bescheid. Sonst läuft er bei den meisten Vergleichs­rechnern Gefahr, an Anbieter mit unseriösem Geschäfts­gebaren zu geraten siehe Tipps.

Energieverbraucherportal und Hauspilot mit vielen fairen Tarifen

Den besten Schutz vor Bauernfängerei bieten Energieverbraucherportal und Hauspilot. Wer hier mit den voreinge­stellten Filtern auf die Suche geht, findet auf den ersten zehn Plätzen über­wiegend bis ausschließ­lich faire Tarife. Das heißt: Wer Sorge hat, bei verbraucher­unfreundlichen Tarifen zu landen und sich beim Thema Strom­wechsel kaum auskennt, ist hier am besten aufgehoben. Ein direkter Wechsel ist aber über Energieverbraucherportal nicht möglich, bei Hauspilot kostet er bis zu 45 Euro. Bei den anderen Portalen ist der Wechsel kostenlos.

Bonuszah­lungen, Vorkasse- und Paket­tarife aussortieren

Energieverbraucherportal und Hauspilot sortieren von vorn­herein Vorkasse- und Paket­angebote aus. Das machen andere zwar auch, aber Energieverbraucherportal berück­sichtigt zudem keine Boni. Dadurch werden alle Tarife weggefiltert, die nur wegen hoher Bonuszah­lungen günstig erscheinen, womöglich aber im Endeffekt wenig Ersparnis bringen. Außerdem bewertet Energieverbraucherportal Service, Umwelt­aspekte sowie regionales Engagement der Stromanbieter und bezieht dies neben dem Preis in seine Sortierung mit ein.

Verivox, Check24 und Toptarif listen vorn viele unfaire Tarife

Wer die Fall­stricke kennt, kann Verivox, Check24 und Toptarif nutzen. Hier landen aber viele unfaire Tarife auf den vorderen Plätzen, wenn man die Voreinstel­lungen nicht ändert. Alle drei haben wie die meisten Portale ihre Voreinstel­lungen so gestaltet, dass der Neukundenbonus vom ausgewiesenen Gesamt­preis abge­zogen wird. Allein dadurch landen auf den ersten zehn Plätzen haupt­sächlich Anbieter, die mit riesigen Boni von 25 Prozent der Gesamt­kosten locken. Und das, obwohl Verbraucher diese Boni womöglich gar nicht bekommen. Wer etwa einen Tarif mit fester Verbrauchs­menge wählt und unter­halb der vereinbarten Menge bleibt, läuft bei manchen Anbietern Gefahr, den Bonus nicht zu erhalten.

Aktuelle Preise für faire Tarife von Finanztest

Tarife, bei denen diese Gefahr nicht besteht, haben die Experten von Finanztest zusätzlich zum Test der Strom­tarif­rechner ermittelt. Sie haben ihre Unter­suchung von Strom­tarifen vom Oktober 2012 stich­proben­artig aktualisiert. Für die drei Städte Berlin, Leipzig und Mainz ermittelten sie verbraucherfreundliche und güns­tige Tarife. In Berlin kann ein Haushalt mit einem Jahres­verbrauch von 5 500 Kilowatt­stunden mit dem Wechsel aus dem Grund­versorgungs­tarif 221 Euro im Jahr sparen. In Mainz sind es sogar 347 Euro. Sie finden die Tabelle mit den aktualisierten Tarifen für Berlin, Leipzig und Mainz nach dem Bezahl-Klick.

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