Sonnenhungrige sollten reichlich Creme, Öl, Milch oder Spray auftragen, um sich vor den aggressiven Sonnenstrahlen zu schützen: Ein Erwachsener benötigt die Menge von etwa drei Esslöffeln, um den versprochenen Lichtschutzfaktor zu erhalten. Im Test: 20 Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 30. Davon sind 14 gut, darunter auch sehr preiswerte. Zwei der teureren Mittel versagten beim Schutz vor den UVA-Strahlen.
Sonnenschutzmittel 07/2012
- Aldi (Süd)/Ombia Sun Spezial Sonnenlotion Light Touch
- Annemarie Börlind Sun Care Sonnen-Milch
- Avon A New Solar Advance Sunscreen Body Mist
- Biotherm Lait Solaire
- dm/alverde Sonnenmilch Schisandra Bio
- dm/Sun Dance Transparentes Sonnenspray
- eco Sonnencreme mit Sanddorn und Olive Bio (M)
- Garnier Ambre Solaire Light & Silky Sonnenschutz-Milch
- Garnier Ambre Solaire Sonnen-Öl
- La Roche-Posay Anthelios Milch
- Lancaster Sun Beauty Satin Sheen Oil Fast Tan Optimizer
- Lidl/Cien Sonnenmilch classic
- Müller/Lavozon Sonnen Milch
- Nivea Sun Light Feeling Sun Lotion
- Nivea Sun protect & bronze Sun Lotion
- Rossmann/Sun Ozon Sonnenlotion Soft & Light
- Schlecker/AS Suncare Clear Sonnenspray
- Tiroler Nussöl Sonnenmilch
- Vichy Sonnenschutz-Milch
- Yves Rocher Protectyl Végétal Sonnenschutzspray 3 in 1
Kompletten Artikel freischalten
Viel hilft viel
Nicht kleckern, sondern klotzen. So heißt das Motto beim Sonnenschutz. Hautärzte empfehlen mitteleuropäischen Bleichgesichtern einen Schutzfaktor von 30 und mehr – zumindest zu Beginn des Sommerurlaubs. Der hohe Faktor allein genügt aber nicht. Reichlich auftragen ist die Devise. Sonst wirkt das Sonnenschutzmittel nicht wie versprochen. Für den ganzen Körper eines Erwachsenen ist etwa die Menge von drei Esslöffeln nötig.
Billig toppt teuer
Wer sich sich mehrmals am Tag eincremt, verbraucht einiges an Creme. Die Flasche ist dann schnell leer. Das kann ins Geld gehen. Umso erfreulicher: Es gibt recht preiswerte gute Sonnenschutzmittel. Zu den besten, die gleichzeitig die Haut sehr gut mit Feuchtigkeit anreichern, gehören die mit Abstand preiswertesten Sonnenmilchprodukte: Sie kosten 1,20 beziehungsweise 1,48 Euro pro 100 Milliliter. Mehr als zehnmal so viel zahlt der Kunde für das teuerste Produkt im Test: das Sonnenöl von Lancaster. Es erzielt gerade noch die Note gut. Zwei ähnlich teure Produkte schneiden sogar mangelhaft ab – Avon A New Solar Advance Sunscreen Body Mist und eco Sonnencreme mit Sanddorn und Olive.
Schutz vor UVA- und UVB-Strahlen
Alle getesteten Produkte schützen entsprechend ihrem Lichtschutzfaktor von 30 gut vor den Ultraviolett-B-Strahlen. Das ist der Strahlenanteil, der Sonnenbrand und Hautkrebs verursachen kann. Genauso wichtig ist ein guter Schutz vor UVA-Strahlen. Sie werden ebenfalls für die Entstehung von Hautkrebs verantwortlich gemacht, aber auch für vorzeitige Hautalterung und Hautirritationen. Bis auf die beiden mangelhaften Produkte – Avon und eco – schützen alle gut vor diesen Strahlen.
Trotzdem braun
Lotionen, Öle und Sprays mit Lichtschutzfaktor 30 oder 50 gehören zur Schutzklasse „hoch“. Sie filtern etwa 95 Prozent der Strahlung heraus. Sonnenbader kaufen heute meist Produkte dieser Kategorie. Wer fürchtet, damit nicht braun zu werden, irrt. Es dauert nur etwas länger. Die Pigmente bauen sich langsamer auf. Dafür ist die Farbe beständiger. Nicht jeder aber muss sich so stark schützen: Bereits vorgebräunte, weniger empfindliche Haut ist auch mit einem niedrigeren Lichtschutzfaktor ausreichend vor den Strahlen abgeschirmt.
Transparente Sprays auf Alkoholbasis
Neben der klassischen Sonnenmilch waren auch andere Produkte im Test: transparente Sprays, Öle aus der Sprühflasche, „Light“-Versionen der Sonnenmilch und eine Creme. In den wesentlichen Eigenschaften unterscheiden sie sich nicht. Wem die übliche Sonnenmilch nicht schnell genug einzieht oder zu reichhaltig erscheint, der kann es durchaus mit einer „Light feeling“-Variante versuchen oder mit einem der transparenten Sprays auf Alkoholbasis. Auch die getesteten Ölsprays schützen gut vor der Sonne.
Jetzt freischalten
Wie möchten Sie bezahlen?
- kauft alle Testprodukte anonym im Handel ein,
- nimmt Dienstleistungen verdeckt in Anspruch,
- lässt mit wissenschaftlichen Methoden in unabhängigen Instituten testen,
- ist vollständig anzeigenfrei,
- erhält nur rund 10 Prozent ihres Etats als öffentlichen Zuschuss.
Dieser Artikel ist hilfreich. Nutzer finden das hilfreich.
Schreiben Sie bitte einen Kommentar
Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen.
Jetzt einloggen oder Neu registrieren.
Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice

Kommentare (1)
weitere Kommentare anzeigen