21.02.2013

Smartphones: Smartphones mit Wind­ows Phone im Test

Das Handy-Betriebs­system Wind­ows Phone ist in der neuen Version 8 etwas flexibler geworden. Die beiden ersten Geräte sind gut, aber nicht spitze. Der Doppel-Schnell­test auf test.de zeigt, was das HTC Wind­ows Phone 8X und das Nokia Lumia 920 können.

Hoff­nungs­träger auf dem Prüf­stand

Auf diesen beiden Smartphones lasten große Hoff­nungen. Bisher dümpelt Microsofts Handy-Betriebs­system Wind­ows Phone bei Markt­anteilen im einstel­ligen Bereich. Das ist besonders für Nokia schlecht. Der kriselnde Ex-Markt­führer hatte Anfang 2011 entschieden, sein eigenes Smartphone-System Symbian aufzugeben und auf Wind­ows Phone zu setzen. Doch bislang ist es den Finnen nicht gelungen, damit von der über­mächtigen Android- und Apple-Konkurrenz nennens­werte Markt­anteile zurück­zuer­obern. Geräte mit der neuen Wind­ows-Phone-Version 8 sollen die Wende bringen.

Verbesserungen im Detail

Die Verbesserungen liegen allerdings eher im Detail. Die charakteristischen Kacheln lassen sich nun in drei verschiedenen Größen auf dem Start­bild­schirm anordnen. Informationen wie Kalender­einträge oder neue Nach­richten erscheinen jetzt auch auf dem Sperr­bild­schirm. Eine neue „Kinder­ecke“ erlaubt dem Nach­wuchs Zugriff auf ausgewählte Apps und Spiele, ohne im Zugriff auf E-Mail und Adress­buch zu geben. Musik und Videos kann der Nutzer nun auch ohne Spezialsoftware zwischen PC und Handy austauschen. Laden kann er Apps aber weiterhin nur aus dem Microsoft Store. Und dessen Angebot ist noch immer weit geringer als das für Android- und Apple-Handys.

Neue Möglich­keiten nur teil­weise genutzt

Auch bei den Hard­ware-Anforderungen ist das neue Wind­ows Phone flexibler als die Vorgänger­versionen: So erlaubt Microsoft ab Version 8 auch Steck­plätze für Speicherkarten und höhere Display-Auflösungen. Bei ihren beiden neuen Flaggschiffen nutzen HTC und Nokia diese Möglich­keiten aber nur teil­weise: Beide Geräte haben sehr hoch auflösende Displays. Keins von beiden bietet Platz für eine Speicherkarte.

Schwergewicht mit vielen Extras

Ansonsten spendierte Nokia seinem 185 Gramm schweren und 645 Euro teuren Lumia 920 allerlei Extras. Die Kamera verfügt über einen optischen Bild­stabilisator, der bei wenig Licht Aufnahmen mit längeren Belichtungs­zeiten ermöglicht. Besonders toll sind die Fotos dennoch nicht. Das Gerät kann auch über LTE-Mobil­funk­netze surfen. Das geht besonders schnell, verbraucht aber viel Strom und zehrt an den Akku­lauf­zeiten. Der Akku lässt sich auch drahtlos per Induktion laden, eindrahtloses Ladegerät liefern die Finnen aber nicht mit. Wie bei allen Nokia-Smartphones ist eine Navi-Software an Bord, die auch ohne Daten­verbindung funk­tioniert.

Schlanker, leichter, billger

Das HTC 8X ist 155 Euro billiger, fast 60 Gramm leichter und wirkt mit seiner sanften geschwungenen Kontur schlanker als das Lumia 920. Seine Kamera ist noch mittel­mäßiger als die des Lumia 920, sein Akku ebenfalls nur befriedigend.

Die Smartphones im Markt­vergleich

Unter den 63 Smartphones, die wir seit Mai 2012 nach dem aktuellen Prüf­programm für den Produktfinder Handys geprüft haben, schneiden 14 Geräte besser ab als das neue Wind­ows-Phone-Flaggschiff von HTC und sogar 18 besser als das von Nokia. Ob das reichen wird, massenhaft Nutzer für das Microsoft-System zu begeistern, bleibt abzu­warten.

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