15.01.2010

Skihelme und Skibrillen: Die Besten für Kinder und Jugendliche

Skihelme und Skibrillen Test

Eigentlich sollten Skibrillen für Kinder und Jugend­liche nur kleiner sein als die für Erwachsene. Viele Modelle für den Nachwuchs sind aber schlechter. Das zeigt ein Test des öster­reichischen Vereins für Konsumenten­informa­tion: Nur 4 von 16 Schlecht­wetter­brillen sind „gut“, im Test für Erwachsen­enbrillen waren es 10 von 17.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Skibrillen

Schlechtwetterbrillen verschärfen Konturen

In vielen europäischen Skigebieten gilt für Kinder und Jugendliche bereits Helmpflicht, eine Pflicht für Skibrillen besteht nirgendwo. Doch kaum jemand verzichtet auf ihre spürbaren Effekte: Sie schützen vor UV-Licht, Zug, Fremdkörpern und können die Sicht verbessern. Für jeden Skifahrer ein Traum: eine Skibrille, die leicht austauschbare Scheiben für die verschiedenen Wetterlagen hat. Doch noch gibt es sie nicht wirklich. Bis dahin empfehlen sich für jung und alt zwei Brillen: eine Schönwetterbrille mit braunen oder grauen Scheiben gegen grelles Licht und eine Schlechtwetterbrille. Ihre Scheiben in zartem Rosa, Gelb oder Orange können aufhellen und Konturen verschärfen. Ärgerlich: Im aktuellen Test von Schlechtwetterbrillen für Kinder und Jugendliche überzeugte nur jedes dritte Modell.

Scheiben nur mäßig schlagfest

Die Scheiben der Brillen im Test bestehen anders als viele Modelle für Erwachsene nicht aus besonders widerstandsfähigem Kunststoff. Die Folge: Die Scheiben der Juniorbrillen erwiesen sich als nur mäßig schlagfest. Würde beim Sturz etwas daraufprallen, könnten sie aufs Auge drücken. Übrigens: Eine doppelte Scheibe senkt bei fast allen Modellen die Gefahr, dass Dinge richtig ins Auge gehen. Dieser Extraschutz fehlt der Alpina Fire: Sie ist als einzige Brille nur mit Einfachscheibe ausgestattet und fällt damit hinter den Stand der Technik zurück.

SH+ Shadow schützt weniger vor UV-Strahlen

Die gute Nachricht: Fast alle Skibrillen im Test bieten zuverlässigen UV-Schutz. Ausnahme: die Skibrille Shadow von SH+. Bei ihr war der Schutz vor UV-Strahlen „nicht zufriedenstellend“. UV-Strahlen sind in den Bergen selbst bei trüben Himmel wesentlich stärker als im Flachland. Kinder und Jugendliche leiden darunter besonders. Der natürliche Lichtschutz ihrer Augen ist noch nicht ausgereift. Augenärzte empfehlen, dass eine Skibrille die gefährlichen UV-Strahlen mit einer Wellenlänge von bis zu 400 Nanome­tern filtern sollte. Die Shadow von SH+ hält das nur etwa zur Hälfte ein.

Drei Brillen versagen im Sitztest

Absetzen, beiseitelegen, draufsetzen – das Ende vieler Skibrillen auf der Skihütte. Der Verein für Konsumenteninforma­tion (VKI), eine Partnerorganisation der Stiftung Warentest, hats simuliert: Ein Erwachsener setzte sich auf jede Brille, die in fünf Positionen auf einem Stuhl lag. Bei Casco Powder Jr., Uvex Onyx und Comanche knickten die Scheiben. Sie waren in diesem Punkt „weniger zufriedenstellend“.

Drei Brillen haben deutliche Schadstoffprobleme

Wärme und Schweiß können Schadstoffe aus der Brille lösen. Über die Haut können sie in den Körper dringen. Der Brillenschaumstoff von Carrera Kimerik S und Uvex Comanche enthielt giftiges Phenol. In Rahmen der Casco Powder Jr. steckte der fortpflanzungsschädigende Weichmacher (DEHP). Er ist für Kinderspielzeug tabu und sollte daher auch nicht in Skibrillen für Kinder enthalten sein. DEHP könnte über den Schaumstoff auf die Haut und dann in den Körper gelangen.

Auch Testergebnisse Skihelme im Abruf

Der Abruf der vollständigen Testergebnisse Skibrillen enthält zusätzlich den Test Skihelme: 12 Ski- und Snowboardhelme für Kinder und Jugendliche, Preis: 50 bis 80 Euro.

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