Zurück zum Artikel

Übersicht: Schädlinge im Garten

28.08.2002
Art Infos Schäden Natürliche Feinde Vorbeugen Fußnote Bekämpfen Fußnote
Insekten
Ameise Nisten in der Erde, unter Steinen und in Baumstümpfen. Weg- und Wiesenameisen beschützen Blattläuse. Vögel, Raubkäfer Lavendel zwischen Rosen pflanzen,
Wermut- oder Rainfarnjauche
Leimringe an Bäumen, Nester umsetzen oder im Notfall mit kochendem Wasser ausgießen.
Apfelwickler Größe: Larve bis 20 mm. Larven (Obstmaden) befallen Äpfel und Birnen. Blaumeise, Specht, Fledermaus, Schlupfwespe , Raubwanze, Laufkäfer Fallobst beseitigen. Obstmaden-Fanggürtel aus Wellpappe Ende Mai um die Baumstämme binden und regelmäßig entfernen.
Blattlaus Größe: 1–3 mm. Viele verschiedene Arten, unterschiedliche Farben, oft grün, aber zum Teil auch dunkel oder rot. Saugen Nährstoffe aus den Pflanzen, die dann welken oder verfärben. Florfliege, Marienkäfer, Ohrwurm, Raubwanze, Schlupfwespe, Schwebfliege, Mischkultur mit Lavendel, Bohnen oder Bohnenkraut; Brennneseljauche und Algenextrakt,
Behausung für Ohrwürmer anbringen.
Abstreifen. Mit kaltem Wasser oder Niem abspritzen. Rainfarn-, Rhabarbertee oder Quassiaholzbrühe
Dickmaulrüssler Größe: 2 cm. Befallen Balkonpflanzen und hinterlassen buchtenartige Fraßspuren. Larven fressen an Wurzeln und Knollen. Fadenwurm Bretter auslegen, die Käfer verstecken sich darunter. Dann absammeln.
Kleiner Frostspanner Die Männchen haben eine Flügelspannweite von 20 bis 25 mm. Das Weibchen besitzt rudimentäre Flügelstummel. Im September kriechen die flugunfähigen Weibchen die Stämme von Obstbäumen hoch und legen ihre Eier ab. Im Frühjahr schlüpfen dann ihre Raupen und machen sich über Knospen, Blüten und Blätter sowie junge Früchte des Baumes her. Nicht betroffen: Pfirsichbäume. Leimringe im September um die Stämme legen. Die Falter kleben fest. Wichtig: Die Ringe vor der Schlüpfzeit der Raupen entfernen und verbrennen.
Kohlweißling Größe: Raupen 2 mm. Flügelspanne der Schmetterlinge: 55–65 mm. Raupen fressen Blätter von Kohlpflanzen. Schlupfwespe, Raubkäfer Mischkultur mit Tomaten und Sellerie; Rand mit Kräutern bepflanzen (Dill, Salbei, Rosmarin, Thymian, Pfefferminze, Beifuß); Rainfarn- oder Wermuttee, mit Algenkalk stäuben. Raupen absammeln
Möhrenfliege Glänzend schwarze Fliege mit gelben Beinen. Maden zerfressen Möhren, Dill, Kümmel und Petersilie. Laufkäfer, Raubkäfer, Schlupfwespe Aussaat erst ab Juli in lockeren, leichten Böden; Mischkultur mit Zwiebeln, Lauch, Schnittlauch oder Salbei; mit Rainfarn mulchen; Aussaat während der Hauptflugzeit (Ende Mai bis Juli) mit Netzen schützen. Knoblauch-Zwiebelbrühe
Schildlaus Braunrote runde Insekten mit Höckern oder Schilden. Saugen den Zellsaft von Zier- und Gartenpflanzen. Bei starkem Befall klebriger Belag. Marienkäfer, Schlupfwespe Frühzeitig Nützlinge ausbringen; Rindenpflege und Stammanstrich. Abbürsten, stark befallene Pflanzenteile entfernen. Mit Pflanzenöl abspritzen.
Spinnmilbe Auf der Blattunterseite ein feines Gespinst mit sehr kleinen Milben. Verschiedene Farben, oft grün, gelb, rot, aber auch farblos. Helle Flecken auf den Blättern; saugen Blattzellen aus. Raubmilben, Raubwanzen Mit Kompost und Brennnessel-Schachtelhalmbrühe düngen. Blattunterseite mit Wasser oder Pflanzenöl abspritzen. Stark befallene Blätter entfernen.
Thripse
(Blasenfuß)
Größe: 1 mm. Gelb oder dunkel, auf der Pflanze als kleine helle Flecken zu erkennen. Saugt an den Blattunterseiten von Zier- und Gemüsepflanzen (auch im Zimmer). Florfliege, Marienkäfer, Raubmilbe, Raubwanze, Spinne Erbsen und Zwiebeln früh aussäen, Gewächshäuser gut lüften. Blattunterseiten mit Wasser oder Niemöl absprühen.
Weiße Fliege
(Mottenschildlaus)
Größe: wenige Millimeter. Fest an der Pflanze anliegende Larven (klebriger Belag) und weiße, geflügelte Fliegen auf der Blattunterseite. Oft kleine Schwärme über der Pflanze. Saugt im Freiland an Blattunterseiten vor allem an Kohlgewächsen. Im Gewächshaus kann sie großen Schaden an Gurke, Tomaten und Zierpflanzen anrichten. Schlupfwespe, Spinnen Gewächshaus gut lüften; gelbe Leimtafen aufhängen; Pflanzen mit Brennnesseljauche und Algenextrakten stärken. Mit Pflanzenölen, etwa Rapsöl, oder Niem abspritzen. Mit gelben Leimtafeln anlocken.
Zwiebelfliege Gelblich-graue Fliege. Maden fressen sich in Zwiebeln ein, befallen auch Lauch und Knoblauch. Laufkäfer, Raubkäfer, Schlupfwespe, Spinnen spät aussähen oder einpflanzen; Mischkulturen mit Möhren; Aussaat während der Hauptflugzeit (Mitte April bis Juni) mit Netzen schützen; Rainfarntee spritzen. Befallene Pflanzen vernichten.
Schnecken
Ackerschnecke Größe: bis 5 cm, gelblich bis braun. Ausgewachsene Tiere fressen oberirdische Pflanzenteile, Jungtiere vor allem Wurzeln. Amsel, Blindschleiche, Drossel, Elster, Igel, Maulwurf, Salamander, Spitzmaus, Star, und Laufente. Über Eigelege und Jungtiere machen sich einige Käfer und Tausendfüßer her. Mechanische Hilfsmittel wie Zaun und Streusperre versperren Schnecken den Weg.
Mischkultur: Senfsaat zu Dahlien und zwischen Gemüsepflanzen; Mischkultur mit Zwiebeln, Knoblauch, Salbei, Ysop oder Thymian.
Mord: Schnecken nachts einsammeln und umbringen. Entweder mit einer Schere zerschneiden oder mit kochendem Wasser übergießen. Tiere nicht lebend aussetzen – das stört das biologische Gleichgewicht.
Futterköder: Eingeweichtes Trockenfutter für Katzen oder Hunde im Garten verteilen. Geköderte Schnecken einsammeln und vernichten. Nachteil: Lockt Schnecken aus der Umgebung an.
Schneckenkorn: Von chemischen Mitteln höchstens Präparate mit dem Wirkstoff Eisen-III-phosphat verwenden.
Gartenwegschnecke Größe: bis 4 cm, dunkelgrau bis schwarz. Ist selten auf Pflanzen zu finden, weil sie sich von Wurzeln und Wurzelgemüse ernährt.
Spanische Wegschnecke Rot bis rotbraun. Ist höchst mobil und gegen Austrocknung und Lichteinfluss gut geschützt. Wegen ihrer Zähigkeit, des bitteren Geschmacks und der starken Schleimbildung hat sie nur wenige natürliche Feinde.
Pilze
Birnengitterrost Pilze auf Birnbäumen, die an Wacholder überwintern. Die Oberseiten von Birnbaumblättern verfärben sich orangerot. Am Wacholder entstehen warzenartige Verdickungen. --- Birnbaum mit Pflanzenextrakten stärken. Im Frühjahr befallene Wacholderäste abschneiden.
Mehltau Pilze, die Blätter, Stengel und Blüten, auch Früchte mit einem mehlig weißen Belag überziehen. Befallene Pflanzenteile vertrocknen, Sträucher auslichten. --- Bei Rosen, Stachelbeeren, Gurken resistente Züchtungen pflanzen; Pflanzen mit Algenextrakten oder Lecithin stärken; keine stickstoffhaltigen Dünger benutzen; Knoblauch unter Obstbäumen und zwischen Erdbeeren und Rosen pflanzen; Auszug aus Sachalin-Staudenknöterich sprühen. Kranke Blätter frühzeitig entfernen.
Lesen Sie auf der nächsten Seite: Nützlinge