22.02.2013

S & K Unter­nehmens­gruppe: Anleger sollten zum Anwalt gehen

S & K Unternehmensgruppe Meldung

Der Anlage­skandal rund um die S & K Unter­nehmens­gruppe beschert mehreren zehn­tausend Anlegern vermutlich schwere Verluste bis hin zum Total­verlust, siehe Meldung Geschlossene Immobilienfonds: S & K-Chefs in Haft vom 21.02.. test.de sagt, was Anleger tun können, um ihr Geld eventuell doch noch zu retten.

Schnell zum Fach­anwalt

Betroffene sollten einen Anwalt einschalten. Das gilt für Anleger, die aus dem Verkauf von Lebens­versicherungen noch Geld von der Asset Trust bekommen müssten, sowie für solche, die Anteile an geschlossenen Immobilienfonds bei der S & K Unter­nehmens­gruppe, der DCM Deutsche Capital Management AG (DCM AG), der SHB Inno­vative Fonds­konzepte AG aus Oberhaching bei München und anderen mit S & K verbundenen Unternehmen gezeichnet haben. Da die Sachlage kompliziert ist, kommt für die Prüfung von Schaden­ersatz­ansprüchen gegen Anbieter, Vermittler und Prospek­theraus­geber vor allem ein Fach­anwalt für Bank- und Kapitalmarkt­recht infrage.

Verschiedene Ansprüche möglich

Anleger, die einen Anteil an dem Fonds „Deutsche S & K Sach­werte Nr. 2“ – seit November 2012 ist dieser Fonds auf der Finanztest-Warnliste – gezeichnet haben, können gegen den Anbieter United Investors Ansprüche aus Prospekthaftung geltend machen, erklärt Peter Mattil, Fach­anwalt für Bank- und Kapitalmarkt­recht. Ein Prospek­theraus­geber ist zur Prüfung aller Vertrags­partner (in dem Fall S & K) und zur Aufklärung über alle Risiken verpflichtet. Außerdem seien Schaden­ersatz­ansprüche gegen Berater denk­bar, wenn diese ihre Beratungs­pflichten verletzt haben. Auch gegen Treuhänder können Anleger Ersatz­ansprüche haben, da diese ebenfalls zur Risiko­aufklärung verpflichtet sind. Schließ­lich können Anlegern Schaden­ersatz­ansprüche wegen Betrugs direkt gegen die in der S & K-Unter­nehmens­gruppe Verantwort­lichen zustehen.

Ansprüche verjähren nach drei Jahren

Schadens­ersatz­ansprüche gegen Verantwort­liche verjähren drei Jahre ab Ende des Jahres, in dem Geschädigte von dem Betrug erfahren, sagt Rechts­anwalt Mattil. Auch Prospekthaftungs­ansprüche sind noch nicht verjährt. Trotzdem sollten Betroffene sich schnell einen in Anla­gebetrugs­fällen erfahrenen Anwalt suchen. Denn die wirt­schaftliche Lage der Fonds ist unklar. Bei einer Insolvenz laufen betroffene Anleger Gefahr, trotz Schaden­ersatz­ansprüchen kein oder nur wenig Geld zurück zu bekommen.

Zugriff auf beschlag­nahmtes Geld

Zur Sicherheit sollten Betroffene ihren Anwalt beauftragen, einen Arrest auf das von der Staats­anwalt­schaft beschlag­nahmte Geld in Höhe von rund 100 Millionen Euro zu erwirken. Anleger können dann aus diesem Geld entschädigt werden, wenn sie ihren Schaden nach­weisen können.

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