20.06.2008

Rückruf für Babyfone: Eltern in Gefahr

Wegen möglicher Schäden an der Isolierung ruft die Ansmann AG einen Teil der Babyfone vom Typ „Paris“ zurück. Betroffen ist der Empfänger. Babys und Kleinkindern droht keine Gefahr; die Sende-Einheit ist nicht betroffen. test.de sagt, wie gefährliche Geräte zu erkennen sind und was Besitzer tun sollten.

Reset-Taste mit Risiko

Das Problem: Die Benutzung der Reset-Taste am Empfänger des Babyfons kann unter ungünstigen Umständen zu Schäden an der Isolierung von Metallteilen führen, die unter 220 Volt Netzspannung stehen. Bei Berührung von solchen Teilen besteht dann Lebensgefahr. Laut Hersteller sind bislang keine Unfälle bekannt. Das Unternehmen habe den Mangel bei Qualitätskontrollen entdeckt.

Keine Gefahr bei Kennzeichnung grün

Betroffen vom Rückruf sind Babyfone vom Typ „Paris“, die keine grün-farbene Kennzeichnung haben. Die grüne Markierung ist auf der Verpackung oberhalb des EAN-Codes zu finden. Gleichzeitig ist die Seriennummer bei nicht vom Rückruf betroffenen Geräten grün unterlegt. Sie ist unterhalb des Euro-Steckers an der Empfänger-Einheit zu finden.

Austausch per Post

Besitzer vom Rückruf betroffener Geräte sollten den Netzstecker ziehen und sie nicht mehr benutzen. Die Ansmann AG bittet darum, die womöglich gefährlichen Geräte unfrei zurück an den Hersteller zu schicken und verspricht, umgehend für Ersatz zu sorgen. Die Adresse: Ansmann AG, Industriestraße 10, 97959 Assamstadt. Fragen zum Rückruf beantwortet das Unternehmen unter Telefon 0 62 04/42 04-34. Wer das Gerät vor nicht mehr als zwei Jahren gekauft hat, kann sich auch an den Händler halten. Er hat 24 Monate lang für einwandfreie Qualität Gewähr zu leisten. Sollte es wegen des Produktfehlers zu Verletzungen kommen, haftet der Hersteller auf Schadenersatz und Schmerzensgeld. Auf ein Verschulden kommt es dabei nicht an.

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