Die klassische Riester-Rentenversicherung bietet staatliche Zuschüsse und eine garantierte Mindestverzinsung. Sie ist interessant für bequeme Sparer, die ihre Mindestrente schon bei Vertragsabschluss wissen wollen und sicher sind, dass sie ihre Beiträge bis Rentenbeginn immer aufbringen können. Doch viele Riester-Policen sind teuer und undurchsichtig. Nur sieben Angebote im Test sind gut.
Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Riester-Rentenversicherung.
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Für bequeme Sparer
Finanztest hat Riester-Rentenversicherungen getestet und sieben gute Angebote gefunden. Sehr gut war allerdings kein einziger getesteter Tarif dieser Altersvorsorge, die mit Zulagen und Steuervorteilen vom Staat stark gefördert wird. Ein wichtiges Kriterium des Tests war die garantierte Rente. Diese Rentenzusage ging mit 40 Prozent in das Gesamturteil ein. Je niedriger die Zusage, desto mehr hat der Versicherer für Kosten abgezogen. Sehr teuer sind etwa die Tarife von LVM und Generali, die schlechtesten im Test. Für die Tester ebenso wichtig wie die garantierte Rente: der Anlageerfolg der Versicherer. Er ist entscheidend für die Höhe der Überschüsse. Anbieter, die sehr gut anlegen, erhöhen damit die garantierte Rente – vorausgesetzt, sie wirtschaften für ihre Kunden künftig genauso erfolgreich wie in den vergangenen Jahren.
Garantie macht Rente planbar
Aus einer Modellrechnung in den Vertragsunterlagen sollte der Kunde die garantierte Rente ohne mögliche Überschüsse, aber mit staatlichen Zulagen bereits bei Vertragsschluss erfahren. So weiß er schon in jungen Jahren, mit wie viel Rente er im Alter mindestens rechnen kann. Vier Anbieter im Test (Generali, LVM, PBV und R + V) lassen ihre Kunden darüber im Unklaren. Sie nennen zwar eine Rente aus Eigenbeiträgen und Überschüssen, doch das hilft dem Kunden bei der Planung seiner Altersvorsorge wenig. Er sollte auch die garantierte Rente erfahren, die sich aus den Zulagen ergibt. Einige Versicherer geben sie aber nur einschließlich eventueller Überschüsse an. Solche Überschussprognosen sind jedoch ungewiss.
Langer Atem nötig
Sparer, die eine Riester-Rentenversicherung abschließen, brauchen einen langen Atem: Wenn sie den Vertrag nicht durchhalten, reicht das Guthaben nicht für die erwartete Zusatzrente. Deshalb sollte der Vertrag zeigen, wie viel Sparguthaben der Kunde zu welchem Zeitpunkt mindestens erreichen wird. So sieht er, wie wenig ihm bleibt, wenn er einmal nicht mehr zahlen kann, den Vertrag beitragsfrei stellt oder er früher als geplant in Rente gehen möchte. Transparenz und Flexibilität der Tarife machen jeweils 10 Prozent des Qualitätsurteils aus. Sehr zu wünschen übrig lässt bei vielen Anbietern immer noch die Darstellung der Kosten. Selbst Experten haben manchmal Mühe, die Kosten nachzuvollziehen. Für den Kunden ist das oft unmöglich.
So klappt die Altersvorsorge
Richtig attraktiv wird die Riester-Rente durch die staatliche Förderung. Dann ist sie eine gute Altersvorsorge. Vorausgesetzt der Sparer macht alles richtig: Er wählt einen guten Vertrag mit geringen Kosten, zahlt bis zum Schluss der Vertragslaufzeit regelmäßig ein und nutzt die volle staatliche Förderung.
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