Die Riester-Rente steht in der öffentlichen Kritik. Dennoch: Die staatliche Förderung macht sie attraktiver als vergleichbare Altersvorsorgeprodukte – vorausgesetzt der Kunde wählt das passende Riester-Produkt und den besten Tarif. Finanztest hat Riester-Rentenversicherungen getestet. Fazit: Empfehlenswerte Angebote sind rar. Nur fünf von 29 Policen sind gut.
Riester-Rentenversicherungen 10/2012 - Mit Finanztest-Qualitätsurteil
- Allianz Riesterrente Klassik
- Alte Leipziger Klass. Riester-Rente
- Asstel Riester-Rentenversicherung Classic
- Axa Klassik-RiesterRente
- Barmenia Förderrente Classic
- Concordia Förder-Rente
- CosmosDirekt Riester-Rente
- Debeka Riester-Rentenversicherung
- DEVK Eisenbahn Riester-Rente
- DEVK Riester-Rente
- Ergo Riester-Rente
- Generali Riesterrente
- Gothaer ErgänzungsVorsorge - Classic
- Hannoversche HL Garant
- Hannoversche Riester-Rente Plus
- HanseMerkur Riester Care
- Huk24 Riester-Rente
- Huk-Coburg Riester-Rente
- LVM Privat-Rente Plus
- Neue Leben Riester-Rente
- Oeco Capital Förder-Rente
- Öffentl. Braunschweig Prämienrente
- PB Förder-Rente I klassik
- R+V Riesterrente
- Signal Iduna SI Riester-Rente
- Stuttgarter Riesterrente classic
- Targo Reform-Rente Sicherheit
- Volkswohl Bund Riester-Rente
Riester-Rentenversicherungen 10/2012 - Ohne Finanztest-Qualitätsurteil
- HanseMerkur24 Riestermeister
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Fünfmal Gut für Riester
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Fünfmal gut, achtmal ausreichend, keinmal sehr gut; das ist das Ergebnis der jüngsten Riester-Untersuchung von Finanztest. Das Gros der getesten 29 Angebote für eine klassische Riester-Rentenversicherung kam über ein befriedigend nicht hinaus. Doch weiterhin gilt: Die Riester-Rente ist erste Wahl bei der Altersvorsorge – allerdings nur dann, wenn die Kunden ein gutes Angebot wählen.
Schon Garantierente sehr unterschiedlich
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Chefredakteur Hermann-Josef Tenhagen
Der Modellkunde von Finanztest erhält je nach Anbieter eine garantierte Monatsrente zwischen 138 Euro und 161 Euro. Der Unterschied zwischen der höchsten und niedrigsten Garantierente beträgt also 23 Euro – Monat für Monat. Das summiert sich: Nach 15 Jahren beträgt der Unterschied zwischen dem besten und dem schlechtesten Angebot im Test schon 4 140 Euro – allein bei der Garantierente.
Hohe Kosten mindern Mindestrente
Die Tester haben Angebote für einen 37-jährigen kinderlosen Modellkunden untersucht. Er zahlt 30 Jahre lang jährlich einen Eigenbeitrag von 1 046 Euro; dazu kommt die staatliche Grundzulage von 154 Euro, insgesamt also 1 200 Euro. Versicherer, die hohe Kosten verlangen, können ihren Kunden bei Vertragsabschluss keine ordentliche Mindestrente zusagen. Logisch: Geld, das sie von den Beiträgen der Kunden und von den Zulagen abzwacken, fehlt fürs Ansparen.
Überschüsse kommen oben drauf
Die garantiere Rente kann durch Überschüsse steigen. Wie die Rentenzusage auch ist sie ist mit 40 Prozent in das Finanztest-Qualitätsurteil eingegangen. Überschüsse können die garantierte Rente zwar noch steigern; doch sie sind ungewiss. Die Kunden können sich nicht darauf verlassen. Entscheidend ist, wie gut oder schlecht der Versicherer mit dem Kundengeld wirtschaftet und wie er seine Kunden am Anlageerfolg beteiligt. Versicherer, die für ihre Kunden sehr gut anlegen, packen auf die garantierte Rente noch kräftig etwas drauf.
Für Sparer mit langem Atem
Sparer, die eine Riester-Rentenversicherung abschließen, brauchen einen langen Atem. Wenn sie den Vertrag nicht durchhalten, reicht das Guthaben nicht für die erwartete Zusatzrente. Der Vertrag sollte zeigen, wie viel Sparguthaben der Kunde zu welchem Zeitpunkt mindestens erreichen wird. So sieht er, wie wenig ihm bleibt, wenn er einmal nicht mehr zahlen kann und den Vertrag beitragsfrei stellt oder wenn er früher als geplant in Rente geht. Dies ist ein wichtiger Punkt bei der Prüfung der Transparenz der Angebote. Ein wichtiges Kriterium ist auch, ob der Kunde seinen Vertrag zu den ursprünglichen Konditionen fortführen kann, wenn er mit der Zahlung aussetzen möchte, etwa in der Elternzeit oder in einem Sabbatjahr.
Transparenz und Flexibilität auch wichtig
Auch die Kosten von Kündigung und Beitragsfreistellung haben die Tester geprüft. Wenn eine Versicherungsgesellschaft Geld dafür nimmt, fiel das Urteil über ihr Angebot schlechter aus. Flexibilität und Transparenz der Tarife machen jeweils 10 Prozent des Gesamturteils aus. Die Unterschiede zwischen den Angeboten sind immens. Es ist wichtig, einen guten Vertrag zu wählen. Nur dann lohnt sich die Riester-Rente mit der Förderung vom Staat wirklich.
Chat Rente und Riester
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