09.03.2012

Reifen: Nur jeder dritte Sommerreifen gut

Reifen Test

Empfehlens­werte Sommerreifen müssen die Kräfte sowohl auf trockener und nasser Fahr­bahn gut über­tragen, müssen leicht abrollen und lange halten. Nur fünf Reifen jeder Größe schaffen das im aktuellen Test. Die Lektüre lohnt sich: Auch die Preis­unterschiede sind gewaltig.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuel­leren Test: Sommerreifen.

Sommerreifen 03/2012 - Kleinwagen­größe 165/70 R14 T (maximal 190 km/h)

  • Apollo Amazer 3G Maxx
  • Barum Brillantis 2
  • Continental EcoContact 5
  • Dunlop SP Stree­tresponse
  • Fire­stone Multi­hawk
  • Fulda EcoCon­trol
  • Good­year DuraGrip
  • GT-Radial Champiro Eco
  • Hankook Kinergy Eco K425
  • Infi­nity Inf-030
  • Kumho Solus KH17
  • Michelin Energy Saver
  • Pirelli Cin­tur­ato P1
  • Semperit Comfort-Life 2
  • Yokohama BluE­arth

Sommerreifen 03/2012 - Kom­pakt- und Mittel­klassewagen­größe 205/55 R16 V (maximal 240 km/h)

  • Bridge­stone Tur­anza T001
  • C Formula
  • Continental PremiumContact 5
  • Dunlop SP Sport Fastresponse
  • Fulda EcoCon­trol HP
  • Good­year OptiGrip
  • Hankook Kinergy Eco K425
  • Kumho Ecsta HM KH31
  • Maloya Lugano
  • Nexen N8000
  • Nokian V
  • Pirelli Cin­tur­ato P7
  • Semperit Speed-Life
  • Uniroyal Rain­Expert
  • Yokohama C.drive 2

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Test Reifen test 03/2012
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30 Sommerreifen im Test

30 Sommerreifen haben sich die Tester vorgenommen – davon 15 Stück der Größe 165/70 R14 T für Kleinwagen sowie 15 Stück der Größe 205/55 R16 V für Kompakt- und Mittel­klasseautos.

Verhalten auf nasser Fahr­bahn besonders wichtig

Es reicht nicht, dass Sommerreifen die Antriebs-, Lenk- und Brems­kräfte des Autos nur bei trockener Fahr­bahn gut über­tragen. Erst auf regennasser Straße zeigt sich, was der Reifen drauf hat. Eine ausgeklügelte Profilgestaltung vermeidet, dass der Wagen den Kontakt zur Fahr­bahn verliert und sich wegen Aquaplaning nicht mehr lenken lässt. Die spezielle Gummi­mischung sorgt für gutes Hand­ling und kurze Brems­wege. Wie er sich auf nasser Fahr­bahn verhält, zählt im Sommerreifentest am meisten.

Halt­barkeit und Sprit-Ersparnis zählen auch

Aber das ist noch nicht genug. Aus dem Test fährt ein Reifen nur dann mit der Note gut, wenn er auch auf trockener Straße punktet, lange hält und Kraft­stoff spart. Ein guter Reifen kann den Kraft­stoffverbrauch um etwa 5 Prozent senken. Je nach Fahr­zeug lässt sich so fast ein halber Liter Benzin oder Diesel je hundert Kilometer einsparen. Keine großen Unterschiede fanden die Tester bei der Geräusch­entwick­lung, die beim Test­ergebnis nicht so stark ins Gewicht fällt. Für die anderen vier Eigenschaften jedoch gilt: Fährt ein Reifen auf trockener Straße, auf nasser Straße, beim Verbrauch oder der Halt­barkeit ein Befriedigend oder eine schlechtere Note ein, führt das zur Abwertung im Gesamt­urteil.

Ein lauter Reifen aus Indien

Davon profitiert zum Beispiel der indische Apollo-Reifen. Er rollt zwar relativ laut ab, stellt aber ansonsten recht gute Eigenschaften unter Beweis. Leise­treter ist dagegen der neue Continental EcoContact 5. Er hat als einziger im Test die Note gut beim Geräusch – und setzt auch sonst die Maßstäbe bei den Kleinwa­genreifen der Größe 165/70 R14 T. Getestet haben wir sie auf VW-Polos. Der Continental ist sehr gut auf trockener Fahr­bahn, sehr verschleiß­fest, sehr gut beim Kraft­stoff­verbrauch und gut auf nasser Straße. All das sichert ihm den Spitzen­platz in der Kleinwagengröße. Mit knappem Abstand folgen Reifen von Michelin und Pirelli – und kaum schlechter schlägt sich der preis­werte, aus Indien stammende Newcomer Apollo Amazer 3G Maxx. Die beliebte Reifengröße 205/55 R16 V, die auf viele Kompakt- und Mittel­klasseautos passt, haben die Tester an einem Skoda Octavia getestet. Hier teilen sich drei Reifen der Hersteller Continental, Dunlop und Good­year den Spitzen­platz.

Manche Reifen nur in Teil­bereichen gut

Erneut aufgefallen im Test ist der Effekt, dass besonders halt­bare Gummi­mischungen manchmal etwas wasser­scheu sind. So zeigte der Marathonläufer unter den Kompakt­wagenreifen, der C Formula, Schwächen beim Aquaplaning. Umge­kehrt lief es beim Nexen N8000: Er sammelt gute Noten auf nasser und trockener Fahr­bahn, fährt sich aber doppelt so schnell ab wie der C Formula. Ärgerlich, wo doch die guten Fabrikate im Test beweisen, dass man durch­aus ausgewogene Reifen bauen kann.

Alle Reifen bestehen den Schnell­lauftest

Der letzte Buch­stabe in der Größenan­gabe der Reifen steht für die zulässige Höchst­geschwindig­keit. Das „T“ bei den Kleinwa­genpneus gilt für 190 Stundenkilo­meter, das „V“ bei den Reifen für Kompakt- und Mittel­klassewagen für 240 Stundenkilo­meter. Wenn ein Reifen so gekenn­zeichnet ist, prüfen die Tester, ob er dieser Belastung auch tatsäch­lich gewachsen ist – und steigern die Geschwindig­keit sogar noch ein wenig über das Limit. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Alle Reifen absol­vierten den Test ohne Mängel.

Die Preis­unterschiede sind gewaltig

Wichtig für den Geldbeutel: Die Preis­unterschiede sind bei Reifen je nach Händler gewaltig. Für den Testsieger in der Kleinwagenklasse, den Continental EcoContact 5, verlangen Reifenhändler zum Beispiel zwischen 46,50 Euro und 102 Euro. Genauso sieht es bei den größeren Reifen für Kompakt- und Mittel­klassewagen aus: Wer den Testsieger von Continental kauft, zahlt für einen Satz Reifen beim teuersten Händler fast 300 Euro mehr als beim billigsten.

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