Empfehlenswerte Sommerreifen müssen die Kräfte sowohl auf trockener und nasser Fahrbahn gut übertragen, müssen leicht abrollen und lange halten. Nur fünf Reifen jeder Größe schaffen das im aktuellen Test. Die Lektüre lohnt sich: Auch die Preisunterschiede sind gewaltig.
Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Sommerreifen.
Sommerreifen 03/2012 - Kleinwagengröße 165/70 R14 T (maximal 190 km/h)
- Apollo Amazer 3G Maxx
- Barum Brillantis 2
- Continental EcoContact 5
- Dunlop SP Streetresponse
- Firestone Multihawk
- Fulda EcoControl
- Goodyear DuraGrip
- GT-Radial Champiro Eco
- Hankook Kinergy Eco K425
- Infinity Inf-030
- Kumho Solus KH17
- Michelin Energy Saver
- Pirelli Cinturato P1
- Semperit Comfort-Life 2
- Yokohama BluEarth
Sommerreifen 03/2012 - Kompakt- und Mittelklassewagengröße 205/55 R16 V (maximal 240 km/h)
- Bridgestone Turanza T001
- C Formula
- Continental PremiumContact 5
- Dunlop SP Sport Fastresponse
- Fulda EcoControl HP
- Goodyear OptiGrip
- Hankook Kinergy Eco K425
- Kumho Ecsta HM KH31
- Maloya Lugano
- Nexen N8000
- Nokian V
- Pirelli Cinturato P7
- Semperit Speed-Life
- Uniroyal RainExpert
- Yokohama C.drive 2
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30 Sommerreifen im Test
30 Sommerreifen haben sich die Tester vorgenommen – davon 15 Stück der Größe 165/70 R14 T für Kleinwagen sowie 15 Stück der Größe 205/55 R16 V für Kompakt- und Mittelklasseautos.
Verhalten auf nasser Fahrbahn besonders wichtig
Es reicht nicht, dass Sommerreifen die Antriebs-, Lenk- und Bremskräfte des Autos nur bei trockener Fahrbahn gut übertragen. Erst auf regennasser Straße zeigt sich, was der Reifen drauf hat. Eine ausgeklügelte Profilgestaltung vermeidet, dass der Wagen den Kontakt zur Fahrbahn verliert und sich wegen Aquaplaning nicht mehr lenken lässt. Die spezielle Gummimischung sorgt für gutes Handling und kurze Bremswege. Wie er sich auf nasser Fahrbahn verhält, zählt im Sommerreifentest am meisten.
Haltbarkeit und Sprit-Ersparnis zählen auch
Aber das ist noch nicht genug. Aus dem Test fährt ein Reifen nur dann mit der Note gut, wenn er auch auf trockener Straße punktet, lange hält und Kraftstoff spart. Ein guter Reifen kann den Kraftstoffverbrauch um etwa 5 Prozent senken. Je nach Fahrzeug lässt sich so fast ein halber Liter Benzin oder Diesel je hundert Kilometer einsparen. Keine großen Unterschiede fanden die Tester bei der Geräuschentwicklung, die beim Testergebnis nicht so stark ins Gewicht fällt. Für die anderen vier Eigenschaften jedoch gilt: Fährt ein Reifen auf trockener Straße, auf nasser Straße, beim Verbrauch oder der Haltbarkeit ein Befriedigend oder eine schlechtere Note ein, führt das zur Abwertung im Gesamturteil.
Ein lauter Reifen aus Indien
Davon profitiert zum Beispiel der indische Apollo-Reifen. Er rollt zwar relativ laut ab, stellt aber ansonsten recht gute Eigenschaften unter Beweis. Leisetreter ist dagegen der neue Continental EcoContact 5. Er hat als einziger im Test die Note gut beim Geräusch – und setzt auch sonst die Maßstäbe bei den Kleinwagenreifen der Größe 165/70 R14 T. Getestet haben wir sie auf VW-Polos. Der Continental ist sehr gut auf trockener Fahrbahn, sehr verschleißfest, sehr gut beim Kraftstoffverbrauch und gut auf nasser Straße. All das sichert ihm den Spitzenplatz in der Kleinwagengröße. Mit knappem Abstand folgen Reifen von Michelin und Pirelli – und kaum schlechter schlägt sich der preiswerte, aus Indien stammende Newcomer Apollo Amazer 3G Maxx. Die beliebte Reifengröße 205/55 R16 V, die auf viele Kompakt- und Mittelklasseautos passt, haben die Tester an einem Skoda Octavia getestet. Hier teilen sich drei Reifen der Hersteller Continental, Dunlop und Goodyear den Spitzenplatz.
Manche Reifen nur in Teilbereichen gut
Erneut aufgefallen im Test ist der Effekt, dass besonders haltbare Gummimischungen manchmal etwas wasserscheu sind. So zeigte der Marathonläufer unter den Kompaktwagenreifen, der C Formula, Schwächen beim Aquaplaning. Umgekehrt lief es beim Nexen N8000: Er sammelt gute Noten auf nasser und trockener Fahrbahn, fährt sich aber doppelt so schnell ab wie der C Formula. Ärgerlich, wo doch die guten Fabrikate im Test beweisen, dass man durchaus ausgewogene Reifen bauen kann.
Alle Reifen bestehen den Schnelllauftest
Der letzte Buchstabe in der Größenangabe der Reifen steht für die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Das „T“ bei den Kleinwagenpneus gilt für 190 Stundenkilometer, das „V“ bei den Reifen für Kompakt- und Mittelklassewagen für 240 Stundenkilometer. Wenn ein Reifen so gekennzeichnet ist, prüfen die Tester, ob er dieser Belastung auch tatsächlich gewachsen ist – und steigern die Geschwindigkeit sogar noch ein wenig über das Limit. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Alle Reifen absolvierten den Test ohne Mängel.
Die Preisunterschiede sind gewaltig
Wichtig für den Geldbeutel: Die Preisunterschiede sind bei Reifen je nach Händler gewaltig. Für den Testsieger in der Kleinwagenklasse, den Continental EcoContact 5, verlangen Reifenhändler zum Beispiel zwischen 46,50 Euro und 102 Euro. Genauso sieht es bei den größeren Reifen für Kompakt- und Mittelklassewagen aus: Wer den Testsieger von Continental kauft, zahlt für einen Satz Reifen beim teuersten Händler fast 300 Euro mehr als beim billigsten.
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