30.12.2005

Raclettegeräte: Am besten mit Petra

Raclettegeräte Test

Individuell komponieren, selbst grillen und gemeinsam essen: Raclette macht Essen zum Gesellschaftsspiel. Pellkartoffeln, Brot und geschmolzener Käse – jeder Gast komponiert seine Portion und überbäckt sie in einer kleinen Pfanne direkt am Tisch. Im Test: 16 Raclettegeräte mit Grill. Zum Käseschmelzen allein sind sie viel zu schade. Viele können erstaunlich gut grillen. test.de zeigt die besten Geräte und gibt Tipps für ein geselliges Essvergnügen.

Gute ab 40 Euro

Die Spezialität kommt aus der Schweiz: Schon im Mittelalter stärkten sich Bauern und Holzfäller in den Walliser Alpen mit Brot, Pellkartoffeln und am Feuer geschmolzenem Käse. So erzählt es die Legende. Heute ist das Raclettegerät elektrisch. Mit Grillplatte und Pfännchen – schon für wenig Geld. Die billigsten guten Geräte im Test kosten rund 40 Euro. Die baugleichen Modelle heißen Clatronic RG 2892 und Bomann CB 1279. Sie grillen und raclettieren gut. Die geteilten Grillplatten - eine aus beschichtetem Metall, eine aus Stein - passen bequem in die Spülmaschine. Nachteil: Die Raclettepfännchen sind klein und die Beschichtung ist empfindlich gegen Kratzer.

Testsieger Petra

Das beste Raclettegerät kommt von Petra: RC 12.02. Grillt gut, raclettiert gut, heizt schnell auf und gibt die Hitze gleichmäßig ab. Der Testsieger kostet etwa 70 Euro. Mit großen Emailpfännchen. Vorsicht aber: Die Pfännchen sind schlagempfindlich und sollten nicht runterfallen. Den besten Grill bietet das Stöckli Cheeseboard V8. Ob Putenschnitzel, Scampi oder Hirschsteak: Mit dem Cheeseboard Grill gelingen die leckersten Gerichte direkt am Tisch. Preis für das Gerät: satte 120 Euro. Nachteil: Die Griffe der Raclettepfännchen werden etwas heiß.

Quelle enttäuscht

Dem Raclettegerät von Quelle fehlt es dagegen an Kraft. Pfännchen und Grillplatte werden nicht heiß genug. Nach einer halben Stunde Testgrillen ist das Putenfleisch zwar gar – doch mehr blass als braun. Ergebnis: Gerade noch ausreichend, aber keine echte Freude. Auch die Geräte von Unold und efbe sind nichts für große Runden. Die äußeren Raclettepfännchen werden bei diesen Geräten viel langsamer heiß als die in der Mitte. Das Timing stimmt nicht mehr: Gemeinsames Essen ist so kaum möglich.

Beschichtung ohne Gefahr

Zum Schluss noch gute Nachrichten für Stromsparer und Skeptiker: Die getesteten Raclettegeräte grillen recht ökonomisch. Beispiel: Die Grillplatte voll Putenschnitzel für etwa vier Personen braucht eine halbe bis eine Kilowattstunde Strom. Preis: höchstens 17 Cent. Raclettieren ist noch sparsamer. Die beschichteten Grillplatten und Pfännchen sind überdies recht kratzfest. Sie lassen sich bequem in der Spülmaschine reinigen. Auch die Angst vor giftigen Dämpfen ist unbegründet. Sie entstehen aus der Beschichtung erst bei Temperaturen über 350 Grad. So heiß werden die Raclettegeräte nicht. Das Bundesinstitut für Risikobewertung sieht bei bestimmungsgemäßem Gebrauch von beschichtetem Kochgeschirr keine Gefahren.

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